Photovoltaik

Auf unseren Dächern ernten wir Sonne

Entwicklung der Photovoltaikfläche auf den Dächern landeseigener Gebäuden seit 2010. Stand 12/2018
Entwicklung der Photovoltaikfläche auf den Dächern landeseigener Gebäuden seit 2010. Stand 12/2018
Die PV-Anlage auf den Dächern der Hochschule Reutlingen. Foto: Jörg Jäger
Die neuen Photovoltaikanlagen auf Gebäuden der Universität Konstanz.
Die neuen Photovoltaikanlagen auf Gebäuden der Universität Konstanz.
Staatssekretärin Gisela Splett besichtigt die neuen Photovoltaikanlagen auf Gebäuden der Universität Konstanz.
Staatssekretärin Gisela Splett besichtigt die neuen Photovoltaikanlagen auf Gebäuden der Universität Konstanz.
Die neue Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Mensa der Universität Mannheim.
Die neue Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Mensa der Universität Mannheim.
Staatssekretärin Gisela Splett weiht die neue PV-Anlage auf den Dächern der Hochschule Reutlingen ein.
Staatssekretärin Gisela Splett weiht die neue PV-Anlage auf den Dächern der Hochschule Reutlingen ein.

Doppelt so viel Fläche, mehr als doppelt so viel Leistung: Innerhalb von zehn Jahren ist die Fläche von Photovoltaikanlagen auf Gebäuden des Landes auf über 100.000 Quadratmeter gewachsen. Damit ist das angestrebte Ziel, die Fläche in der Zeit von 2010 bis 2020 auf 104.000 Quadratmeter zu verdoppeln, bereits im Frühjahr 2019 so gut wie erreicht. 

Der Ausbau von Photovoltaikanlagen auf Landesliegenschaften ist wichtiger Teil des Energie- und Klimaschutzkonzepts für landeseigene Liegenschaften (siehe hierzu Energiebericht 2017). Er soll dazu beitragen, das im Klimaschutzgesetz für Baden-Württemberg enthaltene Ziel einer weitgehend klimaneutralen Landesverwaltung bis 2040 zu erreichen.

Schwerpunkt des Photovoltaik-Ausbaus liegt seit 2013 auf der Errichtung landeseigener Anlagen und der Eigennutzung des Stroms

Grundsätzlich errichtet das Land Baden-Württemberg seit einigen Jahren Photovoltaikanlagen auf eigenen Gebäuden selbst. Der erzeugte Strom wird selbst genutzt. Das senkt die Energiekosten. Die beiden Photovoltaikanlagen auf den Dächern der Hochschule Reutlingen (zur Pressemitteilung) und der Universität Konstanz (zur Pressemitteilung) mit insgesamt rund 3.000 Quadratmetern installierter Fläche sind Beispiele dafür. Allein durch die Nutzung des erzeugten Stroms werden in Reutlingen und Konstanz zusammen jährlich Stromkosten in Höhe von rund 78.000 Euro eingespart. Die beiden Anlagen haben sich damit nach acht beziehungsweise zwölf Jahren amortisiert. 

Sollte eine Eigennutzung für das Land nicht wirtschaftlich sein oder ein anderer Grund entgegenstehen, werden ausgewählte Dachflächen auch weiterhin öffentlich zur Verpachtung ausgeschrieben. Zuständig hierfür sind die Ämter des Landesbetriebs Vermögen und Bau Baden-Württemberg

Weichen für weiteren Ausbau der Photovoltaik sind gestellt

Um den Ausbau der Photovoltaik auf landeseigenen Liegenschaften voranzutreiben, hat das Ministerium für Finanzen in den letzten Jahren verschiedene Maßnahmen getroffen. Seit 2017 gilt der Grundsatz, dass bei Neubaumaßnahmen des Landes Photovoltaikanlagen als Bestandteil der Baumaßnahme zu errichten sind. Bei allen geeigneten Baumaßnahmen im Bestand, wie z. B. bei grundlegenden Sanierungen von Gebäuden, Dachsanierungen u. ä., ist die Errichtung von Photovoltaikanlagen als Bestandteil der Sanierungsmaßnahme mindestens vorzubereiten.

Zudem hat das Ministerium für Finanzen die haushaltsrechtlichen Voraussetzungen für die Umsetzung von Photovoltaik-Maßnahmen entscheidend verbessert. Bereits mit dem Staatshaushaltsplan 2017 wurde das verwaltungsinterne Refinanzierungsverfahren (internes Contracting) angepasst und die Amortisationszeit auf bis zu 20 Jahren erhöht. So können nun auch Photovoltaik-Maßnahmen in diesem Verfahren umgesetzt werden. Mit dem Staatshaushaltsplan 2018/2019 hat das Ministerium für Finanzen eine entsprechende Vorfinanzierungsmöglichkeit für energetische Maßnahmen an Universitäten geschaffen. Durch Schulungen wurden und werden die erforderlichen Kompetenzen bei den Ämtern des Landesbetriebs Vermögen und Bau gestärkt. 

Ziele werden fortgeschrieben

Der Ausbau der Photovoltaik wird auch in Zukunft weiter vorangetrieben. Bei der Fortschreibung des Energie- und Klimaschutzkonzepts werden daher die künftigen Ausbauziele für Photovoltaik für die Jahre 2025 und 2030 festgelegt.