Finanzen

Schuldenstand

Infografik: Die Entwicklung des Schuldenstands des Landes Baden-Württemberg

Die haushaltsmäßige Verschuldung des Landes Baden-Württemberg betrug zum 31. Dezember 2020 rund 56 Milliarden Euro.

Eine nachhaltige und generationengerechte Finanzpolitik ist eines der zentralen Ziele der Landesregierung. Deshalb hat das Land zur Vorbereitung auf das Inkrafttreten der Schuldenbremse Schulden am Kreditmarkt abgebaut: im Haushaltsjahr 2018 in Höhe von 250 Millionen Euro. Im Haushaltsjahr 2019 lag die Tilgung sogar bei einer Milliarde Euro.

Im Staatshaushaltsplan 2020/2021 war zunächst keine Aufnahme von neuen Schulden vorgesehen - entsprechend den Vorgaben der Schuldenbremse, die seit 2020 gilt. Um die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen bewältigen zu können, hat der Landtag von Baden-Württemberg im März 2020 jedoch die Voraussetzungen für eine Kreditaufnahme von bis zu 5 Milliarden Euro geschaffen. Um weiter handlungsfähig zu bleiben, erhöhte das Parlament im Oktober 2020 die Kreditaufnahme auf insgesamt rund 13,5 Milliarden Euro für den Doppelhaushalt 2020/2021. Damit weicht Baden-Württemberg zwar von den Regelungen der Schuldenbremse ab. Für den Fall von Naturkatastrophen mit Massenerkrankungen, als die der Landtag die Situation eingeordnet hat, gelten jedoch Ausnahmen.

1,2 Milliarden Euro Zinsaufwendungen jährlich

Im Jahr 2019 wurden 3,0 Prozent der Steuereinnahmen für Zinsausgaben aufgewendet. Die Zinsbelastung belief sich auf rund 1,2 Milliarden Euro. Für 2020 ist von Zinsaufwendungen in Höhe von rund 1,3 Milliarden Euro auszugehen.