Mobilität

Wir sind „Fahrradfreundlicher Arbeitgeber“

Gudrun Zühlke, Landesvorsitzende des ADFC Baden-Württemberg, überreicht Staatssekretärin Gisela Splett die Urkunde „Fahrradfreundlicher Arbeitgeber“

Das Ministerium für Finanzen Baden-Württemberg ist ein „Fahrradfreundlicher Arbeitgeber“. Diese EU-weite Zertifizierung vergibt der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) seit 2017. Arbeitgeber können zertifiziert werden, wenn sie sich für radelnde Beschäftige engagieren und solche, die es werden wollen.

Fahrradfahren ist nachweislich gesund. Wer mit dem Rad zu Arbeit fährt, bringt ein tägliches Sportprogramm im Alltag unter und schont zugleich das Klima. Damit das leichter fällt, können Arbeitgeber ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dabei unterstützen. Das Ministerium für Finanzen hat sich das für 2019 auf die Agenda geschrieben und das Zertifikat Ende des Jahres bekommen.

Trotz beschränkter Möglichkeiten in einem denkmalgeschützten Gebäude hat das Ministerium dafür die Infrastruktur für Radfahrerinnen und Radfahrer ausgebaut. Ein barrierefrei zugänglicher Fahrradkeller bietet Platz zum Abstellen und die Möglichkeit, Fahrräder zu reparieren. Auch Akkus können dort geladen werden. Es wurden neue Sanitärräume mit Duschen eingerichtet, falls jemand sportlicher anreist oder eine weite Strecke zurücklegen muss. Im Ehrenhof des Schlosses wurden in Abstimmung mit dem Denkmalschutz zudem Fahrradbügel für Besucherinnen und Besucher montiert. Dienst-E-Bikes hat das Ministerium schon seit Jahren im Einsatz, um Strecken in der Landeshauptstadt CO2-neutral zurückzulegen.

Staatssekretärin Gisela Splett freut sich über die Auszeichnung. Und ganz besonders darüber, dass das Finanzministerium damit eine Vorreiterrolle einnimmt: „Das Finanzministerium Baden-Württemberg ist das erste Ministerium überhaupt, das der ADFC auszeichnen konnte. Das macht uns stolz. Es zeigt aber auch, dass wir uns weiterhin politisch für bessere Bedingungen für den Radverkehr einsetzen müssen. Nicht nur, weil das Rad das klimafreundlichste Verkehrsmittel ist, sondern auch, weil radeln nachweislich sehr gesund ist.“

Sara Tsudome, Projektleiterin beim ADFC-Bundesverband ergänzte: „Das Ministerium hat den positiven Nutzen der Radverkehrsförderung erkannt. Die Fahrradkultur am Arbeitsplatz vereint gleich mehrere Vorteile: Sie ist modern, zukunftsorientiert und fördert die Mitarbeiterbindung sowie das Teamgefühl“. Zugleich kann ein Arbeitgeber beim betrieblichen Gesundheits-, Umwelt- und Mobilitätsmanagement punkten, wenn er auch Dienstrad-Angebote macht.

Das Mobilitätsmanagement der Landesverwaltung regelt die finanzielle Förderung der Radinfrastruktur. 2019 hat das Verkehrsministerium das Fahrradleasing für Landesbeamtinnen und -beamte sowie Richterinnen und Richter europaweit ausgeschrieben und ein Unternehmen mit der Umsetzung beauftragt. Um das zu ermöglichen, wurde zuvor eigens das Landesbesoldungsgesetz verändert. Baden-Württemberg ist das erste Bundesland, das das Radleasing anbieten möchte.