Pressemitteilung

Hochbau
  • 03.09.2018

Baufreigabe für das GESIS Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften auf dem Campus der Universität Mannheim

Das Ministerium für Finanzen des Landes Baden-Württemberg hat die Baufreigabe für den Neubau für das GESIS Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften auf dem innerstädtischen Campus der Universität Mannheim erteilt.

„Wie aus einem Guss wird das neue Institut die Bebauung auf dem Stadtquadrat B6 vervollständigen“, sagte Staatssekretärin Gisela Splett anlässlich der Baufreigabe. Das Projekt GESIS bilde den zweiten Bauabschnitt des bereits 2017 fertiggestellten Forschungs- und Lehrgebäudes der Universität in B6 und werde einen prägnanten Akzent im Stadtbild setzen. Splett betonte: „Wir haben hohe Ansprüche an die Qualität unserer Gebäude. Damit werden wir unserer Vorbildfunktion als öffentlicher Bauherr gerecht und schaffen gute Voraussetzungen für die Zukunft der Universität Mannheim.“

„Als größtes deutsches und international renommiertes Institut für Sozialwissenschaften ist GESIS bereits heute ein zentraler Akteur in der europäischen Forschungsdateninfrastruktur. Seine forschungsbasierten Dienstleistungen sind für die Sozialwissenschaften geradezu unverzichtbar. Mit dem Neubau in Mannheim macht GESIS nun nochmals einen großen Schritt nach vorn: GESIS und die sozialwissenschaftliche Fakultät werden so zu direkten Nachbarn, begründet wird eine dauerhafte, international sichtbare Struktur für wichtige Großprojekte. Hier entsteht ein sozialwissenschaftliches Leuchtturmprojekt, das die Spitzenstellung Mannheims auf diesem Gebiet sichern und weiter ausbauen wird“, betonte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer. Ermöglicht werde dieser Qualitätssprung durch das gemeinsame finanzielle Engagement der Wissenschaftsministerien von Land und Bund.

Frau Bundesforschungsministerin Anja Karliczek sagte anlässlich der Baufreigabe: „Der Startschuss für den neuen Standort von GESIS in Mannheim ist gefallen. Es freut mich, dass GESIS und die Universität Mannheim ihre hervorragende Zusammenarbeit bald auf einem gemeinsamen Campus fortsetzen werden. Dies ist ein großer Gewinn für die Sozialwissenschaften - wir brauchen sie mehr denn je, um gesellschaftspolitische Entwicklungen und Zusammenhänge besser zu verstehen. Bei GESIS wird deutlich: Bund und Länder investieren gemeinsam in Forschung und Lehre und damit auch in die Zukunft unseres wissenschaftlichen Nachwuchses.“

Aufgabe von GESIS ist es, die Sozialwissenschaften zu unterstützen und Antworten auf gesellschaftlich relevante Fragen zu finden. Das Angebot von GESIS richtet sich an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die mit Methoden der empirischen Sozialforschung vor allem an Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Deutschland und weltweit arbeiten. GESIS wurde als „Gesellschaft Sozialwissenschaftlicher Infrastruktureinrichtungen“ 1987 in die Leibniz-Gemeinschaft aufgenommen. Mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung sowie des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst werden insgesamt rund 20 Millionen Euro in den Neubau investiert. Davon kommen rund 16 Millionen Euro vom Bund.

Auf einer Nutzungsfläche von rund 4.000 Quadratmetern werden neben einer Vielzahl von Büro- und Besprechungsräumen für den Wissenschaftsbetrieb auch Konferenz- und Bibliotheksflächen entstehen.

Ende 2018 soll mit dem Bau begonnen werden. Zum Jahreswechsel 2020/21 soll der Neubau fertig sein. Mit der Planung und Ausführung wurde das Architekturbüro wulf architekten aus Stuttgart beauftragt.
 


Porträt

Gisela Splett

Staatssekretärin im Ministerium für Finanzen des Landes Baden-Württemberg

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