Staatliche Vermögens- und Hochbauverwaltung

Das Ministerium als Bauherr

Die Staatliche Vermögens- und Hochbauverwaltung Baden-Württemberg steuert Bauprojekte und verwaltet die Liegenschaften auf Landes- und Bundesebene.

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Baden-Württemberg ist Eigentümer von rund 7.700 Landesgebäuden mit 13,8 Millionen Quadratmetern Fläche. Das entspricht etwa 92.000 Einfamilienhäusern. Darüber hinaus besitzt das Land rund 37.800 Hektar Grundstücksfläche. Das entspricht knapp zwei Dritteln der Fläche des Bodensees.

Zusätzlich hat das Land rund 2.250 Mietverhältnisse, außerdem rund 2.200 denkmalgeschützte Gebäude sowie über 16.000 naturschutzwichtige Grundstücke mit einer Fläche von über 15.000 Hektar.

Immobilienvermögen des Landes

Der Gesamtwert des Immobilienvermögens des Landes beträgt rund 28,7 Milliarden Euro. Kompetenzzentrum und Serviceeinrichtung für alle Aufgaben und Leistungen rund um die Immobilien des Landes ist die Staatliche Vermögens- und Hochbauverwaltung (VBV) Baden-Württemberg. Zu den Aufgaben der VBV gehört das staatliche Liegenschaftsmanagement. Insbesondere die Unterbringung der Landeseinrichtungen, die Steuerung aller Hochbaumaßnahmen, die Pflege des kulturellen Erbes, die Vermarktung der Staatlichen Schlösser und Gärten sowie das Baumanagement für den Bund. Zwei Landesbetriebe übernehmen diese Aufgaben: Der Landesbetrieb „Vermögen und Bau Baden-Württemberg“ verantwortet das Immobilien-, Gebäude- und Baumanagement bei Landesgebäuden. Die VBV nimmt zudem die Bauaufgaben des Bundes in Baden-Württemberg wahr, zum Beispiel für die Bundeswehr und für ausländische Streitkräfte. Der Landesbetrieb "Bundesbau Baden-Württemberg" ist dafür zuständig.

Baumanagement

Die große Bandbreite der Aufgaben spiegelt sich vielseitig wider. Verwaltung und Justizvollzug, Forschung und Lehre, Kultur und Innere Sicherheit benötigen jeweils spezielle Lösungen. Als Eigentümer denkmalgeschützter Gebäude geht die VBV besonders sorgsam mit dem historischen Baubestand um. Bei einem so großen Immobilienbestand ist es oberste Priorität, bestehende Liegenschaften zu erhalten. Nur so bleiben die Gebäude dauerhaft verkehrssicher und funktionsfähig. Und nur so bleibt das Immobilienvermögen erhalten. Doch auch bei regelmäßiger Instandhaltung ist die Zeit, die ein Gebäude genutzt werden kann, endlich. Im Schnitt nach 50 bis 65 Jahren wird deshalb eine Generalsanierung oder ein Neubau notwendig. Für Instandhaltung, Sanierung und Modernisierung der landeseigenen Gebäude stehen im Rahmen der sogenannten Basisfinanzierung über 1 Milliarde Euro im Jahr zur Verfügung. Die VBV vergibt jährlich rund 30.000 Bauaufträge an Unternehmen der Privatwirtschaft. Private Architekten- und Ingenieurbüros erbringen einen Großteil der Planungsleistungen. Bei bedeutenden Projekten schreibt die VBV Architektenwettbewerbe aus. Die Staatliche Vermögens- und Hochbauverwaltung Baden-Württemberg ist verlässliche Partnerin für das Handwerk und die Bauwirtschaft. Zu den Aufgaben der VBV gehört zudem die Beratung von Kommunen, Landkreisen und anderen privaten Institutionen. Diese erhalten teilweise Zuschüsse des Landes für Baumaßnahmen im Schul- und Krankenhausbau.

Immobilienmanagement

Hauptaufgabe des Immobilienmanagements ist es, Landesbehörden und Landeseinrichtungen wirtschaftlich unterzubringen. Das Immobilienmanagement stellt den Behörden und sonstigen Einrichtungen des Landes Gebäude und Grundstücke zur Verfügung. Immobilien werden erworben oder angemietet, soweit der Flächenbedarf nicht im landeseigenen Gebäudebestand oder durch Baumaßnahmen gedeckt wird. Neben der Unterbringungsaufgabe steht auch eine aktive Grundstückspolitik im Vordergrund. Dazu gehört die Vermarktung entbehrlicher Landesimmobilien und die ermäßigte Abgabe von Grundstücken zur Schaffung von Mietwohnraum im Sinne des Landeswohnraumförderungsgesetzes (LWoFG) (siehe :VwV Verbilligung Grundstücke).

Gebäudemanagement

Das zentrale Gebäudemanagement der VBV erbringt technische, infrastrukturelle und kaufmännische Leistungen für die von Landesbehörden und Landeseinrichtungen genutzten Immobilien. Hierzu gehört unter anderem die Beschaffung der für den Gebäudebetrieb notwendigen Lieferungen und Leistungen (Energie, Wasser, Wartung, Reinigung, Entsorgung usw.), die erforderliche Datenerhebung sowie die Kostenplanung und Kostenkontrolle. Jährlich werden rund 350 bis 400 Millionen Euro für Bewirtschaftungskosten ausgegeben. Mit dem zentralen Gebäudemanagement entlastet die VBV die Landesbehörden und Landeseinrichtungen.

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