Die Burg Windeck wurde um 1270 von der Adelsfamilie von Windeck als Höhenburg erbaut und entwickelte sich im Spätmittelalter durch Erweiterungen und militärische Ausbauten zu einer wehrhaften Festung.
Nach dem Schleglerkrieg und dem Rückzug der Besitzer verlor sie an Bedeutung, fiel an die Markgrafen von Baden und wurde ab dem späten 16. Jahrhundert aufgegeben.
Heute zeugen der begehbare Bergfried sowie Reste der Ringmauer und des Pallas von der einst bedeutenden Burganlage.
Die Burg wurde als Höhenburg auf dem sogenannten Schlossberg südöstlich des Örtchens Lauf von der Adelsfamilie von Windeck (wohl als Ergänzung zur bestehenden Burg Alt-Windeck in Bühl) 1270 von Eberhard von Windeck errichtet und erstmals 1325 im Zuge der Heirat des Johannes von Windeck urkundlich erwähnt.
Eine den Drei heiligen Königen geweihte Kapelle mit Altar in der Burg ist 1377 belegt, die eine sechs Jahre zuvor abgetragene Kapelle ersetzen sollte.
Ursprünglich bestand die aus Sandstein und Granit erbaute Anlage wohl aus einem zunächst freistehenden Bergfried (Wehrturm) um den sich der Pallas (Saalbau), ein Wohnbau und Wirtschaftsgebäude innerhalb einer Außenmauer mit Vorburg gruppierten. Erst später wurde eine zusätzliche Ringmauer mit Zwinger errichtet.
Während des Schleglerkrieges 1394-96 wurde die Burg nochmals als Festung ausgebaut, wobei unter anderem sechs Erker als Schildhäuschen auf dem Wehrgang beziehungsweise in der Schildmauer eingebaut und neben Wirtschaftsgebäuden ein neuer Zwinger errichtet wurde. Ende des 16. Jahrhunderts wurde die Burg von der Adelsfamilie von Windacker, die sich nach Bühl zurückzog, aufgegeben. Kurz danach starb die Familie im männlichen Stamm aus und die Burg fiel infolgedessen an die Markgrafen von Baden. Diese überließen die Burg ab 1520 den Herren von Dürrmenz. Seite 1580 ist die Burg bereits als Ruine belegt, wobei die genauen Hintergründe der Zerstörung unklar sind.
Von der einstigen Anlage stehen heute noch der begehbare Bergfried (Wehrturm) und als Ruinen einige Teile der westlichen Ringmauer und des Pallas.
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