Das Augustinerkloster wuchs seit dem Mittelalter zu einem bedeutenden Besitz heran, bevor es 1803 im Zuge der Säkularisierung aufgelöst wurde. Seitdem gehört die Anlage dem Land und befindet sich bis heute im Landesbesitz.
Bereits im späten 13. Jahrhundert gab es eine feste Niederlassung des Augustinerordens in Schwäbisch Gmünd, die bis in das frühe 14. Jahrhundert zu einem Kloster aufgebaut wurde. Bis in das frühe 16. Jahrhundert wurde das Kloster mit einer Klosterkirche mit Langchor im gotischen Stil ausgebaut und entwickelte sich durch Ankäufe und Schenkungen zu einem bedeutenden Grundbesitz mit diversen Besitzungen in und außerhalb der Stadt. Die Kirche war der Jungfrau Maria und dem hl. Augustinus geweiht.
Aufgrund der inzwischen mangelhaften Bausubstanz wurde ab 1732 bis 1748 das Konventsgebäude unter dem Baumeiter Christian Wiedmann im barocken Stil vollständig neu errichtet. Ab 1756 erfolgte der barocke Umbau bzw. der Teilabbruch der ehemals schlichten Klosterkirche unter Baumeister Johann Michael Keller, wobei der Maler Johann Anwander im Chor und Langhaus Wand- und Deckenfresken mit Motiven des Lebens des hl. Augustinus schuf. Mit dem Abschluss der Arbeiten an der Klosterkirche um 1770 endete der Um – bzw. Neubau des Klosters.
Im Zuge der Säkularisierung wurde das Kloster 1803 aufgelöst und ging in den Besitz des späteren Königreich Württembergs über. Nach Ende der Monarchie fiel die Anlage dem Staat Württemberg zu und befindet sich bis heute im Landesbesitz.
Die Kirche wurde ab 1806 zunächst als evangelische Garnisonskirche und ab 1817 als protestantische Stadtpfarrkirche (Augustinuskirche) genutzt. Das ehemaligen Konventsgebäude wurden seit 1803 als Oberamt und Kameralamt benutzt. Heute befindet sich in einem Teil des Gebäudes das Finanzamt Schwäbisch Gmünd.
Evang. Kirchengemeinde Schwäbisch Gmünd
Oberbettringer Straße 21
73525 Schwäbisch Gmünd
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