Die heutige evangelische Stadtkirche in Ellwangen wurde ab 1724 als barocke Jesuitenkirche errichtet und 1729 geweiht. Nach der Säkularisierung 1802 diente sie ab 1803 als evangelische Kirche für die königlichen Garnisonssoldaten und Beamten mit ihren Familien. 1817 wurde sie dauerhaft zur evangelischen Stadtpfarrkirche umgewidmet. Bis heute wird sie als solche genutzt.
Die heutige evangelische Stadtkirche in Ellwangen ist die einstige Jesuitenkirche, die ab 1724 nach Plänen der Jesuitenbrüder Jakob Amrhein und Joseph Guldimann errichtet worden. Die Kirche wurde mit Erlaubnis des Fürstprobst am westlichen Anschluss des ehemaligen Chorherrenstifts im Zuge der Gegenreformation errichtet. Als architektonisches Vorbild diente die Mutterkirche des Jesuitenordens „Il Jesu“ in Rom und die Kirche St. Michael am Münchner Jesuitenkolleg. Die Kirche wurde als dreijochige Wandpfeilerkirche im barocken Stil mit Tonnengewölbe, umlaufender Empore und Chorapsis erbaut und am 18. Mai 1729 zu Ehren Mariens geweiht. Die aufwendigen illusionistischen Wand- und Deckenfresken wurden von dem Maler Christoph Thomas Scheffler geschaffen und thematisieren der Leben Mariens. Unterhalb des Chors und des Langhauses befindet sich die Gruft, wo zwischen 1729 und 1771 Mitglieder des Jesuitenordens beigesetzt wurden.
Nach Auflösung der Jesuiten war die Kirche bis zur Säkularisierung 1802 ungenutzt, ehe sie ab 1803 als evangelische Kirche für die neu in der Stadt stationierte königlichen Garnisonssoldaten und Beamten samt ihren Familien diente. Ab 1817 wurden die Kirche dauerhaft zu evangelischen Stadtpfarrkirche umgewidmet. Im Zuge dessen wurde der Hochaltar und die Seitenaltäre, sowie das schmiedeeiserne Chorgitter entfernt.
Bis heute dient die Kirche als evangelische Pfarrkirche.
Evangelische Kirchengemeinde Ellwangen
Marktplatz 20
73479 Ellwangen
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