Das ehemalige Benediktinerkloster Reichenbach wurde 1082 von Mönchen aus dem Kloster Hirsau gegründet und kam nach der Reformation 1649 endgültig zum Herzogtum Württemberg. Teile der heutigen Klosterkirche stammen noch aus dem 11. Jahrhundert und erinnern damit an eine fast 1.000-jährige Geschichte im heutigen Baden-Württemberg.
Das einstige Benediktinerkloster Reichenbach wurde 1082 von Mönchen aus Kloster Hirsau gegründet, nachdem ihnen das Gelände von einem Mann namens Bern geschenkt worden war. 1085 wurde die erste Klosterkirche zu Ehren des Hl. Georg geweiht, ebenso entstanden Konvent- und Wirtschaftsgebäude der neuen Klosteranlage. Das Kloster unterstand weiterhin dem Kloster Hirsau und wurde 1603 reformiert und der protestantischen Pfarrgemeinde übergeben. Teile der Anlage wurden verkauft, ehe das Kloster 1629 kurzzeitig wieder rekatholisiert und von Mönchen aus Wiblingen genutzt wurde. 1649 wurde das Kloster dann jedoch endgültig reformiert und fiel dem Herzogtum Württemberg zu.
Die einstige Klosterkirche ist heute noch erkennbar als einschiffige, flach gedeckte Langhaus-Basilika, wobei Teile der Vorhalle und die Untergeschosse der Türme noch aus dem 11. Jhd. datieren. Der Chor wurde im 12. Jhd. als dreischiffiger Anbau mit halbrunder Apsis umgebaut. Mitte des 13. Jhd. erhielt die Kirche dann ein Kreuzgewölbe. Letzte Bautätigkeiten an der Klosteranlage sind bis in das 16. Jhd. belegt.
Ab 1894 wurde die inzwischen baufällige Klosterkirche im Stil der Zeit bzw. im vermeintlich romanischen Stil restauriert. In den 1960er Jahren wurde die Kirche abermals nach dem aktuellen Stand der Forschung als Benediktinerkirche restauriert.
Evang. Gesamtkirchengemeinde Klosterreichenbach Röt
Murgtalstraße 161
72270 Baiersbronn
Telefon: 07442 4295
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