Die Reste des Klosters Kniebis mit der ehemaligen Vorhalle und Außenwänden der Kirche sind die verbliebenen Zeugnisse eines Franziskanerklosters, das 1277-1287 angelegt wurde. 1799 steckten französische Soldaten die Klosteranlage in Brand. Heute ist nur noch eine kleine Ruine des einstigen Kreuzgangs mit zwei Spitzbogenfenstern mit Resten von gotischem Maßwerk erhalten.
Bereits vor 1267 befand sich eine Kapelle an der Stelle des späteren Klosters an der Passstraße zwischen Ulm und Straßburg, welche von den Zisterziensern im Kloster Herrenalb betreut wurden. Vor 1278 wurde die der Jungfrau Maria geweihte Kapelle jedoch schon von den Mönchen des Franziskanerordens betreut und Graf Heinrich von Fürstenberg schenkte im gleichen Jahr dem Orden die Kapelle. In den folgenden Jahren folgten weitere Schenkungen und Ankäufe von umliegenden Gebieten und im Folgenden wurde bis 1287 eine Kirche und Konventsgebäude errichtet. 1341 übernahm der Orden die Regel des heiligen Benedikt und unterstellt sich dem Kloster Alpirsbach, behielt jedoch das Recht auf freie Wahl des Priors und freie Verfügung über die Einkünfte vor.
1463 und 1513 zerstörten Brände große Teile des Klosters und es gab Bemühungen für einen Wiederaufbau, jedoch wurde das Kloster im Zuge der Reformation bereits 1535 durch Herzog Ulrich von Württemberg aufgelöst. Die Anlage verfiel im Folgenden und die letzten Teile des Klosters wurden im Dreißigjährigen Krieg im 17. Jahrhundert und im französischen Krieg im späten 18. Jahrhundert zerstört.
Heute ist nur noch eine kleine Ruine des einstigen Kreuzgangs mit zwei Spitzbogenfenstern mit Resten von gotischen Maßwerk erhalten.
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