Der Pomeranzengarten am Leonberger Schloss wurde 1609 auf Wunsch von Herzogin Sibylla von Württemberg durch den Baumeister Heinrich Schickhardt im Renaissancestil angelegt. Nach dem Tod der Herzogin 1614 blieb die Anlage teilweise unvollendet und verfiel ab dem 18. Jahrhundert zunehmend. In den 1970er Jahren wurden die Fundamente wiederentdeckt und der Garten bis 1980 rekonstruiert. 2009 wurde die Gestaltung anhand neuer Forschungsergebnisse überarbeitet. Heute gilt der Pomeranzengarten als einziger erhaltener Renaissancegarten Baden-Württembergs.
Der sogenannten Pomeranzengarten wurde auf Wunsch der Herzogin Sybilla von Württemberg 1609 im Zuge der Umgestaltung des zugehörigen Leonberger Schloss angelegt. Der bekannte Baumeister Heinrich Schickhardt entwarf einen rechteckigen Lustgarten im Stil der Renaissance an, welcher quer vor der Südseite des Schlosses auf einer Terrasse angelegt wurde.
Vier turmartige Eck-Pavillons umrahmen den Garten, der von geometrischen Formen, Achsen und Hochbeeten geprägt ist. Die namensgebenden, seinerzeit hochrepräsentativen Pomeranzen (Bitterorangen) wurden in Kübeln im Gewächshaus (Pomeranzenhaus) gezogen und nur im Sommer im Garten aufgestellt. 1613 wurde der Garten unterhalb der Terrasse um einen Küchen- und Baumgarten erweitert. Zusätzlich waren drei Grottennischen geplant, wovon jedoch nur die mittlere Grotte ausgeführt wurde, da die Herzogin 1614 verstarb und die weitere Ausführung ins Stocken kam.
Da Schloss und Garten nach 1742 nicht mehr genutzt wurden, verfiel die Anlage zunehmend. Erst nachdem bei Bauarbeiten in den 1970er Jahren die einstigen Fundamente entdeckt wurden, konnte der Garten bis 1980 wieder frei gelegt und rekonstruiert werden. 2009 wurde die Gestaltung und Bepflanzung des Gartens anhand neuster Forschungen nochmals überarbeitet. Heute bildet der Pomeranzengarten den einzigsten erhaltenen Renaissancegarten des Landes.
Pomeranzengarten mit Schloss
Schlosshof
71229 Leonberg
Telefon:07152 990-1408
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