Steuergerechtigkeit

Sondereinheit Steueraufsicht

Besteht der Verdacht auf Steuervermeidung im internationalen Kontext, wird die landeseigene „Sondereinheit für Steueraufsicht“ aktiv.

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Beleuchtete Skyline einer modernen Großstadt bei Nacht mit Hochhäusern und Spiegelungen im Wasser.

Die landeseigene „Sondereinheit für Steueraufsicht“ (SES) analysiert umfangreiche Datensätze und bereitet die Ergebnisse auf. Auffällige Fälle übergibt sie zur weiteren Prüfung an die zuständigen Finanzämter.

Die SES besteht seit 2014. Sie ist an die Steuerfahndungsstelle des Finanzamts Karlsruhe-Durlach angegliedert. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Aufdeckung systematischer Steuerhinterziehung. Auch grenzüberschreitende Fälle spielen dabei eine wichtige Rolle. Die SES war unter anderem an der Analyse und Auswertung der Daten aus den Panama Papers beteiligt.

In der Sondereinheit werden Fachwissen, Erfahrungen und spezialisierte Aufgaben gebündelt. So kann die Finanzverwaltung neue technische, wirtschaftliche und steuerliche Entwicklungen schnell in ihre Arbeit einbeziehen. Die SES bereitet ihre Analyseergebnisse auf. Stellt sie bei einzelnen Fällen Abweichungen zu den Angaben in den Steuererklärungen fest, leitet sie die Daten an die zuständigen Finanzämter weiter. Dort werden die Fälle weiter geprüft. Je nach Sachverhalt gehen die Ergebnisse auch an die zuständigen Stellen anderer Bundesländer.

Die SES arbeitet unabhängig von einzelnen Steuerfällen. Deshalb kann sie sich gezielt auf systematische Betrugsmodelle konzentrieren. Bei länderübergreifenden Fällen ist sie eine wichtige Ansprechpartnerin. Sie arbeitet dabei mit anderen Bundesländern, dem Bundeskriminalamt und dem Bundeszentralamt für Steuern zusammen. So können Informationen schnell ausgetauscht werden.

Im Jahr 2023 erzielte die SES Mehreinnahmen von 36 Millionen Euro.