Photovoltaik

Auf unseren Dächern ernten wir Sonne

Die Entwicklung der Photovoltaikfläche auf Liegenschaften des Landes seit 2010.
Die Entwicklung der Photovoltaikfläche auf Liegenschaften des Landes seit 2010.
Die PV-Anlage auf den Dächern der Hochschule Reutlingen. Foto: Jörg Jäger
Die neuen Photovoltaikanlagen auf Gebäuden der Universität Konstanz.
Die neuen Photovoltaikanlagen auf Gebäuden der Universität Konstanz.
Staatssekretärin Gisela Splett besichtigt die neuen Photovoltaikanlagen auf Gebäuden der Universität Konstanz.
Staatssekretärin Gisela Splett besichtigt die neuen Photovoltaikanlagen auf Gebäuden der Universität Konstanz.
Die neue Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Mensa der Universität Mannheim.
Die neue Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Mensa der Universität Mannheim.
Staatssekretärin Gisela Splett weiht die neue PV-Anlage auf den Dächern der Hochschule Reutlingen ein.
Staatssekretärin Gisela Splett weiht die neue PV-Anlage auf den Dächern der Hochschule Reutlingen ein.

Die Photovoltaikfläche auf Liegenschaften des Landes wächst weiter. Bis Ende 2021 war eine Photovoltaikfläche von mehr als 124.000 Quadratmetern installiert. Bis 2030 sollen die geeigneten eigenen Dächer mit Photovoltaikanlagen ausgestattet sein.

Der Ausbau von Photovoltaikanlagen auf Landesliegenschaften ist ein wichtiger Teil des fortgeschriebenen Energie- und Klimaschutzkonzepts für landeseigene Liegenschaften 2020 bis 2050 (siehe hierzu Zusammenfassung des Konzepts). Es orientiert sich am Ziel einer weitgehend klimaneutralen Landesverwaltung bis 2040 und wird derzeit mit dem Ziel, Klimaneutralität schon 2030 zu erreichen, fortgeschrieben.

Bis 2030 sollen die geeigneten eigenen Dächer mit Photovoltaik ausgestattet sein

Grundsätzlich errichtet das Land Baden-Württemberg seit einigen Jahren Photovoltaikanlagen auf eigenen Gebäuden selbst. Der klimafreundlich erzeugte Strom wird vorrangig selbst genutzt. Das senkt die Energiekosten. Die Photovoltaikanlagen auf den Dächern der Hochschule Reutlingen (zur Pressemitteilung) und der Hochschule Furtwangen (zur Pressemitteilung) mit insgesamt rund 2.000 Quadratmetern installierter Fläche sind Beispiele dafür. Allein durch die Nutzung des erzeugten Stroms werden in Reutlingen und Furtwangen zusammen jährlich Stromkosten in Höhe von rund 63.000 Euro eingespart. Die Investitionen der Anlagen amortisieren sich voraussichtlich nach rund sieben beziehungsweise zwölf Jahren. 

Sollte eine Eigennutzung für das Land nicht wirtschaftlich sein oder ein anderer Grund entgegenstehen, werden ausgewählte Dachflächen auch weiterhin öffentlich zur Verpachtung ausgeschrieben. Zuständig hierfür sind die Ämter des Landesbetriebs Vermögen und Bau Baden-Württemberg.

Entwicklung der Photovoltaik seit 2010

Entwicklung der Photovoltaik seit 2010

Erhebungsjahr 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021
Flächenzuwachs (m²) 6.063 20.526 3.755 3.290 2.401 2.887 3.101 9.530 6.050 3.737 3.705 13.042
Fläche aufsummiert (m²) 52.127 72.653 76.408 79.698 82.099 84.986 88.087 97.617 103.667 107.404 111.109 124.151
Flächenzuwachs bezogen auf 2010 (%)   39% 47% 53% 57% 63% 69% 87% 99% 106% 113% 138%
Leistungszuwachs (kWp) 854 2.497 572 486 373 433 475 1.461 979 566 591 2.287
Leistung aufsummiert (kWp) 6.346 8.843 9.415 9.901 10.274 10.707 11.182 12.643 13.622 14.188 14.780 17.067
Leistungszuwachs bezogen auf 2010 (%)   39% 48% 56% 62% 69% 76% 99% 115% 124% 133% 169%

Weichen für weiteren Ausbau der Photovoltaik sind gestellt

Um den klimaschonenden Ausbau der Photovoltaik auf landeseigenen Liegenschaften weiter voranzutreiben, hat das Ministerium für Finanzen die notwendigen Voraussetzungen geschaffen und die Ziele immer wieder fortgeschrieben.

Bis Ende 2021 war eine Photovoltaikfläche von mehr als 124.000 Quadratmetern installiert. In den kommenden Jahren soll die Photovoltaik-Fläche auf Landesliegenschaften noch schneller wachsen. Schon bisher nimmt Baden-Württemberg im bundesweiten Vergleich den Spitzenplatz ein.

Zusätzlich flankierende Maßnahmen

Für alle landeseigenen Photovoltaikanlagen wurde ein flächendeckendes, onlinegestütztes Monitoring aufgebaut, um den Betrieb der Anlagen durch optimale PV-Leistungsüberwachung und Ertragssicherung noch effizienter zu machen.

Grundsätzlich werden landeseigene PV-Anlagen zur möglichst vollständigen Eigennutzung des PV-Stroms ausgelegt und eine maximale Ausnutzung der Dachflächen angestrebt. Um künftig den mit landeseigenen PV-Anlagen erzeugten Strom noch umfassender in Landesgebäuden nutzen zu können, wird in Pilotprojekten die Kombination mit Batteriespeichern unter wirtschaftlichen Aspekten geprüft.

Gebäude- und fassadenintegrierte PV-Anlagen werden bei ausgewählten Maßnahmen als Pilotprojekte realisiert. Damit soll überprüft werden, in welchem Umfang gebäude- und fassadenintegrierte PV-Anlagen künftig wirtschaftlich errichtet und betrieben werden können. Ein Beispiel ist der Neubau für die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) in Karlsruhe-Großoberfeld. Hier wird aktuell mit rund 850 Quadratmetern fassadenintegrierter PV-Anlage geplant. Diese wird ergänzt durch eine Dachanlage mit rund 900 Quadratmetern PV-Fläche bei gleichzeitiger extensiver und intensiver Dachbegrünung.

Seit 2017 gilt der Grundsatz, dass bei Neubaumaßnahmen des Landes Photovoltaikanlagen als Bestandteil der Baumaßnahme zu errichten sind. Seit 2020 gilt das auch für Baumaßnahmen im Bestand. Darüber hinaus werden in verstärktem Umfang PV-Anlagen unabhängig von Baumaßnahmen auf geeigneten landeseigenen Dächern nachgerüstet.