Photovoltaik

Auf unseren Dächern ernten wir Sonne

Entwicklung der Photovoltaikfläche auf den Dächern landeseigener Gebäuden seit 2010. Stand 12/2018
Entwicklung der Photovoltaikfläche auf den Dächern landeseigener Gebäuden seit 2010. Stand 12/2018
Die PV-Anlage auf den Dächern der Hochschule Reutlingen. Foto: Jörg Jäger
Die neuen Photovoltaikanlagen auf Gebäuden der Universität Konstanz.
Die neuen Photovoltaikanlagen auf Gebäuden der Universität Konstanz.
Staatssekretärin Gisela Splett besichtigt die neuen Photovoltaikanlagen auf Gebäuden der Universität Konstanz.
Staatssekretärin Gisela Splett besichtigt die neuen Photovoltaikanlagen auf Gebäuden der Universität Konstanz.
Die neue Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Mensa der Universität Mannheim.
Die neue Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Mensa der Universität Mannheim.
Staatssekretärin Gisela Splett weiht die neue PV-Anlage auf den Dächern der Hochschule Reutlingen ein.
Staatssekretärin Gisela Splett weiht die neue PV-Anlage auf den Dächern der Hochschule Reutlingen ein.

Die Photovoltaikfläche auf Liegenschaften des Landes wächst weiter. Bis Ende 2019 war eine Photovoltaikfläche von mehr als 100.000 Quadratmetern installiert. Bis 2025 soll die Fläche auf mindestens 130.000 Quadratmeter wachsen, bis 2030 auf mindestens 175.000 Quadratmeter.

Der Ausbau von Photovoltaikanlagen auf Landesliegenschaften ist ein wichtiger Teil des fortgeschriebenen Energie- und Klimaschutzkonzepts für landeseigene Liegenschaften 2020 bis 2050 (siehe hierzu Zusammenfassung des Konzepts). Er soll dazu beitragen, das im Klimaschutzgesetz für Baden-Württemberg enthaltene Ziel einer weitgehend klimaneutralen Landesverwaltung bis 2040 zu erreichen.

Photovoltaik-Flächen sollen bis 2030 um 75 Prozent wachsen

Grundsätzlich errichtet das Land Baden-Württemberg seit einigen Jahren Photovoltaikanlagen auf eigenen Gebäuden selbst. Der klimafreundlich erzeugte Strom wird vorrangig selbst genutzt. Das senkt die Energiekosten. Die beiden Photovoltaikanlagen auf den Dächern der Hochschule Reutlingen (zur Pressemitteilung) und der Universität Konstanz (zur Pressemitteilung) mit insgesamt rund 3.000 Quadratmetern installierter Fläche sind Beispiele dafür. Allein durch die Nutzung des erzeugten Stroms werden in Reutlingen und Konstanz zusammen jährlich Stromkosten in Höhe von rund 78.000 Euro eingespart. Die beiden Anlagen haben sich damit nach acht beziehungsweise zwölf Jahren amortisiert. 

Sollte eine Eigennutzung für das Land nicht wirtschaftlich sein oder ein anderer Grund entgegenstehen, werden ausgewählte Dachflächen auch weiterhin öffentlich zur Verpachtung ausgeschrieben. Zuständig hierfür sind die Ämter des Landesbetriebs Vermögen und Bau Baden-Württemberg

Weichen für weiteren Ausbau der Photovoltaik sind gestellt

Um den hochwirtschaftlichen und klimaschonenden Ausbau der Photovoltaik auf landeseigenen Liegenschaften weiter voranzutreiben, hat das Ministerium für Finanzen mit der Fortschreibung des Energie- und Klimaschutzkonzepts für landeseigene Liegenschaften 2020 bis 2050 ambitionierte Ziele gesetzt.

Bis 2025 soll die Photovoltaik-Fläche auf Landesliegenschaften auf mindestens 130.000 Quadratmeter und bis 2030 auf mindestens 175.000 Quadratmeter anwachsen. Diese Vorgabe sichert Baden-Württemberg im bundesweiten Vergleich auch weiterhin den Spitzenplatz.

Zusätzlich flankierende Maßnahmen

Für alle landeseigenen Photovoltaikanlagen wird ein flächendeckendes, onlinegestütztes Monitoring aufgebaut, um den Betrieb der Anlagen durch optimale PV-Leistungsüberwachung und Ertragssicherung noch effizienter zu machen.

Grundsätzlich werden landeseigene PV-Anlagen zur möglichst vollständigen Eigennutzung des PV-Stroms ausgelegt und eine maximale Ausnutzung der Dachflächen angestrebt. Um künftig den mit landeseigenen PV-Anlagen erzeugten Strom noch umfassender in Landesgebäuden nutzen zu können, wird in Pilotprojekten die Kombination mit Batteriespeichern unter wirtschaftlichen Aspekten geprüft.

Gebäude- und fassadenintegrierte PV-Anlagen werden bei ausgewählten Maßnahmen als Pilotprojekte realisiert. Damit soll überprüft werden, in welchem Umfang gebäude- und fassadenintegrierte PV-Anlagen künftig wirtschaftlich errichtet und betrieben werden können. Ein Beispiel ist der Neubau für die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) in Karlsruhe-Großoberfeld. Hier wird aktuell mit rund 850 Quadratmetern fassadenintegrierter PV-Anlage geplant. Diese wird ergänzt durch eine Dachanlage mit rund 900 Quadratmetern PV-Fläche bei gleichzeitiger extensiver und intensiver Dachbegrünung.

Seit 2017 gilt der Grundsatz, dass bei Neubaumaßnahmen des Landes Photovoltaikanlagen als Bestandteil der Baumaßnahme zu errichten sind. Bei allen geeigneten Baumaßnahmen im Bestand, wie z. B. bei grundlegenden Sanierungen von Gebäuden, Dachsanierungen u. ä., soll künftig die Errichtung von PV-Anlagen bereits als Bestandteil der jeweiligen Baumaßnahme umgesetzt werden. Das verschärft die bisherige Vorgabe, die Errichtung von Photovoltaikanlagen als Bestandteil der Sanierungsmaßnahme mindestens vorzubereiten.