Kulturliegenschaften

Schloss Kaltenstein wird zum Hotel mit Gastronomiebetrieb entwickelt

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Schloss Kaltenstein Vaihingen/Enz

Das Land Baden-Württemberg und die Private Schloss-Hotel Collection GmbH & Co. KG, vertreten durch Wolfgang Scheidtweiler, haben heute eine Vereinbarung zur Entwicklung des Schlosses Kaltenstein in Vaihingen an der Enz geschlossen. Damit ist die Grundlage gelegt, das Schloss als Hotelbetrieb mit angeschlossener Gastronomie nutzbar zu machen.  

„Der Startschuss ist gefallen. Nun kann diese außergewöhnliche Kulturliegenschaft attraktiv gestaltet und für Gäste geöffnet werden”, sagte Jörg Krauss, Amtschef des baden-württembergischen Finanzministeriums. „Mit der neuen Nutzung kann dieses für Vaihingen und die Region wichtige Wahrzeichen ein touristischer Anziehungspunkt mit Strahlkraft werden.” Das Land habe die Verpflichtung, seine historischen Gebäude zu bewahren. „Wir sehen es aber auch als unsere Aufgabe an, die Liegenschaften weiterzuentwickeln und sie einer sinnvollen Nutzung zuzuführen”, sagte Krauss. Dies könne nun durch die Zusammenarbeit mit Wolfgang Scheidtweiler und der Privaten Schloss-Collection GmbH & Co KG verwirklicht werden.

Wolfgang Scheidtweiler zeigte sich hoch erfreut, dass die der Komplexität des Projekts geschuldeten langen Verhandlungen erfolgreich abgeschlossen werden konnten. „Wir haben parallel zu den Vertragsverhandlungen an unserem Bau- und Betriebskonzept weitergearbeitet. Im nächsten Schritt werden wir uns intensiv mit der Stadt Vaihingen und den Vertretern des Denkmalschutzes abstimmen um die erforderlichen behördlichen Genehmigungen vorzubereiten. Sobald diese erteilt sind legen wir mit dem Umbau und der Sanierung los“, so Scheidtweiler.

„Heute ist ein guter Tag für Vaihingen an der Enz! Unser Wahrzeichen, Schloss Kaltenstein, hat mit Herrn Scheidtweiler einen neuen Pächter gefunden, der einen reichen Erfahrungsschatz im Hotel- und Gastronomiebereich vorweisen kann. Nach dem langen Leerstand freue ich mich nun auf die Wiederbelebung des historischen Gemäuers”, ergänzte Gerd Maisch, Oberbürgermeister der Stadt Vaihingen.

Für die Vereinbarung zwischen dem Land Baden-Württemberg und der Privaten Schloss-Collection GmbH & Co KG wurde die Form eines Baukonzessionsvertrages gewählt, der die Laufzeit von 27 Jahren umfasst. Mit diesem ist die Private Schloss-Collection GmbH & Co KG verpflichtet, das Schloss zu renovieren und im Anschluss daran berechtigt, das Bauwerk für die Dauer des Vertrages wirtschaftlich zu nutzen. Das Land beteiligt sich an den Kosten der Renovierung mit einer Anschubfinanzierung in Höhe von maximal 6 Millionen Euro, da der Denkmalschutz besondere Herausforderungen bei der Renovierung mit sich bringt.

Weitere Informationen:
Schloss Kaltenstein wurde in seiner ursprünglichen Form von den Grafen von Urach-Vaihingen erbaut und spätestens 1113 erstmals urkundlich erwähnt. Nach mehrmaligen Umbauten fiel es im 14. Jahrhundert an das Haus Württemberg und diente bis Anfang des 18. Jahrhunderts als Sitz der fürstlichen Obervögte. Nach der Nutzung unter anderem als Kaserne und Militärhospital wurde es in den beiden Weltkriegen als Unterbringung für Kriegsgefangene und Regimegegner verwendet. Davon zeugt heute ein Ehrenmal für die Opfer des Nationalsozialismus auf dem benachbarten Grundstück. 1949 übernahm das Christliche Jugenddorfwerk Deutschlands das Schloss und bewirtschaftete es bis 2014. Schloss Kaltenstein ist ein Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung (nach dem Denkmalschutzgesetz Baden-Württemberg).

Die Entwicklung von Einrichtungen des Landes (ELA) ist Aufgabe einer Projektgruppe im baden-württembergischen Finanzministerium. Diese wurde ins Leben gerufen, um im Eigentum des Landes stehende Kulturliegenschaften, insbesondere Schlösser, Klosteranlagen und Gutshöfe, zu erhalten, weiterzuentwickeln und einer nachhaltigen Nutzung zuzuführen. Die Standortentwicklung von Schloss Kaltenstein ist ein ELA-Projekt.  

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