Vermögen und Hochbau

Neubau der Hochschule Esslingen auf dem Campus Neue Weststadt kann kommen

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Eines der größten Hochschul-Bauprojekte des Landes wird in Esslingen umgesetzt. Dabei wird ein Standort der Hochschule Esslingen verlegt: von der Flandernstraße zum zentral gelegenen ehemaligen Güterbahnhofareal Campus Neue Weststadt. Zu diesem Zweck wird am 1. Mai 2020 ein Grundstück der Stadt Esslingen in der neuen Weststadt an das Land übergehen. Im Gegenzug wird die Stadt nach Inbetriebnahme des Neubaus künftig freiwerdende Flächen an der Flandernstraße erhalten. Den Tausch hatten Stadt und Land 2016 vereinbart und nun um rund 1.000 Quadratmeter in der neuen Weststadt erweitert. Zudem erteilte die Stadt die Baugenehmigung für den Neubau.

„Der Flächentausch und die Baugenehmigung sind zwei wichtige Meilensteine für das Großvorhaben. Damit können voraussichtlich im Sommer die ersten Vorarbeiten auf der Baustelle starten“, sagte Finanzministerin Edith Sitzmann. „Der neue Standort bringt für die Hochschule starke Synergien mit sich. Denn er ist nahe am bestehenden Campus Stadtmitte und zudem bestens an den Bahnhof angebunden.“

Wissenschaftsministerin Theresia Bauer betonte: „Durch den Flächentausch setzen wir ein starkes Signal für die Hochschule Esslingen und unterstützen damit deren große Leistungen in Forschung und Lehre: Mit der Verlagerung eines Standortes hin zum Campus Stadtmitte und mit den künftig nach den neuesten Standards errichteten und gut ausgestatteten Neubauten geben wir der Hochschule Esslingen noch bessere Entwicklungsmöglichkeiten in Forschung und Lehre.“

Esslingens Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger erklärte: „Der Neubau der Hochschule und die damit verbundene Ansiedlung von ca. 2000 Studierenden und Hochschulmitarbeitern ist für Stadt und Land ein wichtiger Baustein zur Stärkung der Hochschul-, Wirtschafts- und Dienstleistungslandschaft. Ich wünsche dem Land und der Hochschule alles Gute und viel Erfolg für die Umsetzung der umfangreichen und komplexen Bauarbeiten in der Neuen Weststadt.“

Mit dem 2016 abgeschlossenen Grundstückstauschvertrag hatten die Stadt Esslingen und das Land Baden-Württemberg die Weichen für das Großprojekt gestellt. Damals wurde vereinbart, dass das Land rund 17.500 Quadratmeter Baugrund in der neuen Weststadt erwirbt. Die Stadt wiederum sollte das durch den Neubau freiwerdende Hochschulareal an der Flandernstraße mit einer Fläche von rund 67.400 Quadratmetern erhalten.

In der Zwischenzeit gab es einen Architekturwettbewerb, womit die Planungen für den Ersatzneubau konkret wurden. Dabei zeigte sich, dass für eine optimale Erschließung des Areals weitere rund 1000 Quadratmeter Fläche nötig sind. Sie machen eine bessere Anbindung der geplanten Mensa möglich. Den Nachtrag zum Tauschvertrag haben Stadt, Wohnbau Stadt Esslingen GmbH und das Land im März notariell beurkundet.

Weitere Informationen:

Der Ersatzneubau der Hochschule Esslingen auf dem Campus Neue Weststadt wird eine Nutzfläche von 19.500 Quadratmetern haben. Es entstehen Hörsäle, Seminar- und Büroräume für verschiedene Studiengänge, außerdem Mensa, Aula, Zentralbibliothek, Rechenzentrum und das Staatliche Seminar für Didaktik und Lehrerbildung. Der Entwurf für den Neubau stammt vom Nürnberger Büro Bär, Stadelmann, Stöcker Architekten und Stadtplaner PartGmbB, das den Architektenwettbewerb für sich entscheiden konnte. Seitens des Landes ist das Amt Ludwigsburg des Landesbetriebs Vermögen und Bau Baden-Württemberg zuständig.

In einem ersten Bauabschnitt werden vier Gebäude errichtet, die sich um einen Innenhof gruppieren. Der zweite Bauabschnitt schließt den Campus mit zwei weiteren, versetzt angeordneten Bauten nach Westen ab. Alle Gebäude sind fünfgeschossig mit einem erhöhten Erdgeschoss geplant, im Erdgeschoss werden zentrale Räumlichkeiten wie die Bibliothek, die Aula, die Mensa und große Hörsäle untergebracht. In den oberen Geschossen sind Seminarräume und Büros vorgesehen. Die Fassade wurde in Anlehnung an die industrielle Historie der Stadt als Klinkerfassade entwickelt.

Für den Ersatzneubau sind Investitionskosten in Höhe von 146 Millionen Euro im Haushaltsplan des Landes eingestellt.

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