Vermögen und Bau

Vorstellung des Geschäftsberichts der Staatlichen Vermögens- und Hochbauverwaltung für das Jahr 2018

Finanzstaatssekretärin Gisela Splett stellt gemeinsam mit Annette Ipach-Öhmann, der Direktorin des Landesbetriebs Vermögen und Bau Baden Württemberg, den Geschäftsbericht der Staatlichen Vermögens- und Hochbauverwaltung für das Jahr 2018 vor.

Das Land hat 2018 knapp 846 Millionen Euro in Sanierung, Neubau und Unterhalt der landeseigenen Immobilien investiert. „Dieser neue Höchstwert belegt, dass wir den Zustand des gebauten Landesvermögens stetig verbessern. Das ist eine wichtige Grundlage für eine gut funktionierende Landesverwaltung“, sagte Staatssekretärin Gisela Splett.
Sie stellte heute gemeinsam mit Annette Ipach-Öhmann, der Direktorin des Landesbetriebs Vermögen und Bau Baden Württemberg, den Geschäftsbericht der Staatlichen Vermögens- und Hochbauverwaltung für das Jahr 2018 in Stuttgart vor. „Der Gesamtumsatz der Staatlichen Vermögens- und Hochbauverwaltung lag 2018 bei rund 1,9 Milliarden Euro. Darin enthalten sind die Kosten für bauliche Maßnahmen, Einnahmen und Ausgaben im Gebäude- und Immobilienmanagement sowie die Personal- und Sachkosten“, sagte Annette Ipach-Öhmann.

Der Schwerpunkt der Investitionen lag mit knapp 393 Millionen Euro, wie im Jahr zuvor, auf der Sanierung der Landesgebäude. „Mit dem Schwerpunkt reduzieren wir Stück für Stück den Sanierungsstau an Gerichten, Polizeigebäuden oder Finanzämtern“, so Splett. Der Gebäudeunterhalt hatte darüber hinaus ein Volumen von knapp 322 Millionen Euro. In neue Gebäude hat das Land rund 131 Millionen Euro investiert. Zu den 2018 begonnenen Neubauten zählen beispielsweise das Zentrum für Angewandte Quantentechnologie an der Universität Stuttgart oder der Neubau der Kinderklinik in Freiburg.

Darüber hinaus hat das Land die Photovoltaik auf Landesgebäuden weiter ausgebaut „Den so erzeugten Strom nutzen wir selbst in unseren Gebäuden“, so Splett. Das Ziel der Landesregierung, die im Jahr 2010 installierte Photovoltaikfläche auf Landesliegenschaften von 52.000 Quadratmetern bis zum Jahr 2020 zu verdoppeln, wurde schon Ende 2018 mit knapp 103.000 Quadratmetern fast erreicht. Die installierten Anlagen haben eine Leistung von 14.000 Kilowatt peak. Damit könnten über 100.000 Laptops betrieben werden. "Wir haben unsere Klimaschutzziele für 2020 bereits vorzeitig erfüllt und die CO2-Emissionen unserer Gebäude gegenüber 1990 schon um über 50 % gesenkt. Wir werden unsere Ziele aber noch weiter hochschrauben und wollen das im Kabinett verbindlich festlegen. Dies ist ein wichtiger Baustein für eine weitgehend klimaneutrale Landesverwaltung bis 2040", sagte Splett.

Der starke Fokus der Staatlichen Vermögens- und Hochbauverwaltung auf den Klima- und Naturschutz fängt aber schon beim Material an. „Wenn wir bauen, setzen wir verstärkt auf nachwachsende oder recycelte Materialien. Dazu gehören Recycling-Beton und die Errichtung von Gebäuden in Holzbauweise“, sagte Splett. In den letzten Jahren wurden bereits mehrere Gebäude in Holzbauweise errichtet. Dazu zählen unter anderem der Forststützpunkt in Bonndorf oder die neue Salzlagerhalle in Geislingen.

Mit dem Kauf von Flächen kann das Finanzressort auch bedrohte Arten schützen: 2018 hat das Land naturschutzwichtige Grundstücke in Baden-Württemberg mit einer Gesamtfläche von 78 Hektar erworben. „Wenn wir geschützte Lebensräume für seltene Tier- und Pflanzenarten erhalten, ist das ein wichtiger Beitrag gegen das Artensterben“, sagte Splett. 2019 liegt der Schwerpunkt auf dem Erwerb von Mooren.

Weit über die Grenzen von Baden-Württemberg hinaus war das Land mit dem Landesbetrieb Bundesbau aktiv. Der Landesbetrieb hat Baumaßnahmen im Auftrag vor allem des Bundes im Volumen von 278 Millionen Euro umgesetzt - etwa für die Bundeswehr. Für den anfallenden Sach- und Personalaufwand hat der Bund dem Land knapp 111 Millionen Euro erstattet.

Bei der Staatlichen Vermögens- und Hochbauverwaltung Baden-Württemberg arbeiten rund 2.700 Expertinnen und Experten aus den verschiedensten Disziplinen eng zusammen. Derzeit sind zwar 200 Stellen formal unbesetzt, davon sind jedoch 85 Prozent bereits durch Einstellungszusagen oder Übernahmen aus den landeseigenen Ausbildungsgängen vergeben. Damit sind derzeit lediglich rund 30 Stellen offen, vor allem im Bereich Gebäude- und Elektrotechnik, wo sich die Konkurrenz mit der freien Wirtschaft besonders bemerkbar macht. „Unser vielfältiges Aufgabenspektrum stellt im Immobilien- und Bausektor ein Alleinstellungsmerkmal dar, mit dem wir auf den Personalmessen punkten können. Dass wir auch bei boomender Bautätigkeit gut qualifiziertes Personal gewinnen können, liegt nicht zuletzt auch daran, dass wir mit unserer Arbeit zu einem funktionierenden Staat beitragen. Eine sinnstiftende, am Gemeinwohl orientierte Aufgabe lockt die jungen Menschen“, sagte Ipach-Öhmann.