Haushalt

Baden-Württemberg steigt in digitale Vermarktung von Schuldscheinen ein

Baden-Württemberg hat als erstes Bundesland einen Schuldschein zur Anschlussfinanzierung über eine digitale Plattform platziert. Der Schuldschein hat eine Höhe von 50 Millionen Euro und eine Laufzeit von 30 Jahren. Auf der von Debtvision betriebenen Plattform treffen Unternehmen und Organisationen als Kapitalnehmer sowie potenzielle Investoren direkt aufeinander. Die Debtvision GmbH ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) und der Börse Stuttgart.

„Das Kreditmanagement wird zunehmend digital. Und wir in Baden-Württemberg sind ganz vorne mit dabei“, sagte Baden-Württembergs Finanzministerin Edith Sitzmann heute. „Wir nutzen die Möglichkeiten der Digitalisierung. Der direkte Kontakt mit Investoren macht unsere Finanzierung noch effizienter.“ Zu passenden Bedingungen sei das Land bereit, weitere Schuldscheine digital zu platzieren. Bei den aktuell niedrigen Zinsen seien lange Laufzeiten erstrebenswert, sie würden Planungssicherheit für die Haushaltspolitik geben.

Die digitale Plattform zur Vermarktung von Schuldscheindarlehen ist Mitte vergangenen Jahres gestartet. Bislang wurden vor allem Schuldscheine von Unternehmen vermarktet. Üblicherweise geben vor allem bonitätsstarke mittelständische Unternehmen Schuldscheine aus. Baden-Württemberg ist mit Bestnoten für die Kreditwürdigkeit für Investoren besonders attraktiv. Erst kürzlich haben Standard & Poor's (AAA) und Moody's (Aaa) das Land wieder hervorragend bewertet.

Das Land nutzt Schuldscheindarlehen für die Anschlussfinanzierung laufender Kredite. Seit 2015 hat Baden-Württemberg keine neuen Schulden gemacht. In den Jahren 2018 und 2019 werden erstmals Kredite in deutlichem Umfang getilgt - insgesamt 1,25 Milliarden Euro.

Finanzministerin Edith Sitzmann

Porträt: Edith Sitzmann

Ministerin für Finanzen

 

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