Steuern

Elektronische Bilanz: Übergangsfrist für Einführung wird um 1 Jahr verlängert

Berechne Lesezeit
  • Teilen

„Baden-Württemberg hat sich auf Bundesebene mit seiner Forderung nach einer verlängerten Übergangsfrist für die elektronische Bilanz durchgesetzt. Die Frist zur Einführung wird um ein Jahr verlängert. Trotz aller Vorteile, die das neue Verfahren mit sich bringt, sollte es nicht mit der Brechstange eingeführt werden. Denn die Umstellung greift grundlegend in das betriebliche Rechnungswesen ein. Vor allem in der derzeitigen Aufschwungphase sind die Auftragsbücher prall gefüllt. Die Betriebe müssen sich vollständig auf ihr operatives Geschäft konzentrieren. Dabei würde eine großflächige Umstellung auf ein neues Verfahren zu erheblichen Belastungen führen. Den berechtigten Sorgen der Unternehmen wurde hier Rechnung getragen." Dies sagte Finanzminister Willi Stächele am Donnerstag (2. Dezember 2010) anlässlich der Entscheidung des Finanzausschusses des Bundesrats zur Verlängerung der Übergangsfrist.

Zunächst war geplant, die Betriebe schon im nächsten Jahr zur Abgabe einer elektronischen Bilanz zu verpflichten. Das Steuergesetz selbst sieht jedoch die Möglichkeit vor, die elektronische Bilanz später einzuführen. Dabei kann das Bundesfinanzministerium aus technischen oder organisatorischen Gründen einen späteren Anwendungszeitpunkt wählen. „Genau diese Voraussetzungen liegen hier vor. Erst Ende dieses Jahres werden die Vorschriften zur elektronischen Bilanz konkretisiert. Danach blieben den Betrieben nur wenige Wochen, um ihr Buchungssystem umzustellen. Innerhalb dieser kurzen Zeitspanne ist eine Umstellung schwer zu realisieren. Die nun gewählte spätere Einführung der neuen Bilanz ermöglicht außerdem eine Pilotphase. Bevor ein solches System in der Fläche angewandt wird, sollten ausgewählte Betriebe dieses testen können. Dadurch können mögliche Fehlerquellen schon vorab beseitigt werden," so Stächele.

Ist die Umstellung allerdings erfolgt, besitzt die elektronische Bilanz zahlreiche Vorteile. So werden Bürokratiekosten eingespart und das Besteuerungsverfahren beschleunigt. Auch werden Übertragungsfehler vermieden, denn die elektronischen Daten der Bilanz können direkt in die Software der Finanzämter übernommen werden. „Die elektronische Bilanz ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg hin zu einem modernen und unbürokratischen Besteuerungsverfahren. Dieser Schritt sollte aber zur richtigen Zeit getan werden, um die Beteiligten mit einem ausgereiften System zu überzeugen," erklärte der Finanzminister abschließend.

Quelle:

Finanzministerium Baden-Württemberg

Weitere Meldungen

Schloss Heidelberg
Schlösser und Gärten

Besuchszahlen bei den Staatlichen Schlösser und Gärten bleiben auf Rekordniveau

Kindergartenkind wird in von der Mutter begleitet.
Öffentlicher Dienst

Tarifabschluss im öffentlichen Dienst

Visualisierung vom Anbau der Frauenklinik am Universitätsklinikum Tübingen Ansicht West
Vermögen und Bau

Grundstein für den Anbau der Frauenklinik am Universitätsklinikum Tübingen gelegt

Smartphone
Steuer

Digitale Steuererklärung wird deutlich einfacher

PV-Anlage auf dem Landtag in Stuttgart
Photovoltaik

PV-Ziel bereits vorab erreicht

Spatenstich Elefantenwelt Wilhelma Visualisierung Innenbereich
Vermögen und Bau

Spatenstich für die neue Elefantenwelt in der Wilhelma

Gisela Splett mit Patenschaftsurkunde
Vermögen und Bau

Staatssekretärin Splett übernimmt Patenschaft für Kronenkranich in der Wilhelma

Finanzminister Danyal Bayaz steht vor dem Kunstgebäude am Schlossplatz in Stuttgart, im Hintergrund sind der Landtag und weitere Gebäudestrukturen zu sehen.
Rede

Finanzminister beim Neujahrsempfang der Amerikanischen Handelskammer in Deutschland

Finanzamt Symbolbild
Steuer

Finanzämter bearbeiten Steuererklärungen innerhalb von sieben Wochen

Leere Holzstühle in einem Klassenzimmer, unscharfe grüne Tafel im Hintergrund.
Haushalt

Arbeitsgruppe Lehrerstellen legt Abschlussbericht vor

Visualisierung Neubau HLRS III an der Universität Stuttgart
Vermögen und Bau

Grundstein für Neubau HLRS III an der Universität Stuttgart gelegt

Ein Mitarbeiter geht durch einen Büroraum.
Innovation

Neue Landesgesellschaft soll Start-ups stärken

Barocke Innenansicht der Pfarrkirche St. Magnus in Bad Schussenried: Blick vom Kirchenschiff auf Chor und Hochaltar mit reich verzierten Chorgestühlen, Kanzel, Deckenfresken und gelben Info-Punkten des digitalen 360°-Rundgangs.
Schlösser und Gärten

Neuer digitaler Rundgang durch Pfarrkirche St. Magnus Bad Schussenried

Podcast

Was tun gegen den finanziellen Kollaps der Kommunen, Boris Palmer?

Finanzminister Danyal Bayaz spricht im Plenarsaal des Landtags am Redepult, im Vordergrund scharf zu sehen. Im unscharfen Hintergrund sitzt Ministerpräsident Winfried Kretschmann.
Haushalt

Nachtragshaushalt 25/26: Unterstützung für Kommunen, gezielte Investitionen