Haushalt

Zusätzliche Mittel sichern Ausbau der Inklusion und Ganztagsschulen

Berechne Lesezeit
  • Teilen

Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann und Finanzministerin Edith Sitzmann haben für die nach den bisherigen Beratungen offenen Punkte bei den Lehrerstellen eine Lösung gefunden. „Ich bin mit dem Ergebnis der Gespräche sehr zufrieden“, sagte Eisenmann. „Wir können die von uns vorgesehenen Programme umsetzen, ohne dass es einen Qualitätsverlust gibt.“ Die Änderungen können noch im Haushaltsentwurf der Regierung berücksichtigt werden. „Das ist eine gute Lösung für die Schulen“, betonte Sitzmann. „Und wir haben einen Weg gefunden, der den Haushalt strukturell nicht belastet.“

Nach der Einigung der Ministerinnen soll es im nächsten Schuljahr 320 zusätzliche Stellen geben: 160 Stellen für den Ausbau der Inklusion, 100 Stellen für den Ganztagsausbau und 60 für den Einstieg in das Fach Informatik. Die Stellen kommen zur Hälfte aus der bisher vorgesehenen zweiten Ausbaustufe der Stundentafel der Grundschulen und aus Lehrerressourcen, die über zusätzliche einmalige Mittel finanziert werden.
Das gemeinsame Ziel der Finanzministerin und der Kultusministerin ist eine effiziente Ressourcensteuerung, die mit den zur Verfügung stehenden Mitteln die bestmögliche Qualität sicherstellt. Vor diesem Hintergrund wird der Landesrechnungshof gebeten, die Ressourceneffizienz im System zu untersuchen. „Die Haushalte der nächsten Jahre sind eine große Herausforderung. Deshalb ist es wichtig, größtmögliche Transparenz zu schaffen“, sagte Sitzmann. Eisenmann ergänzte: „Die Schüler-Lehrer-Relation in Baden-Württemberg ist bundesweit eine der besten. Wichtig ist, dass die Lehrer dort eingesetzt werden, wo sie gebraucht werden.“

Die Einigung der Ministerinnen sieht im Einzelnen vor:

  • Bisher waren 320 neue Stellen für die Erweiterung der Stundentafel in den Grundschulen in einem Zug in Klasse 3 und 4 vorgesehen. Da der neue Bildungsplan im Schuljahr 2017/2018 zunächst aufwachsend nur in Klasse 3 greift, kann die zusätzliche Stunde für die Klassenstufe 4 auf das Schuljahr 2018/2019 verschoben werden. Dieser Stufenplan ermöglicht es, im Schuljahr 2017/2018 160 Stellen für die Inklusion zu nutzen. „Damit erhalten wir die Anzahl an Stellen, um den weiteren Ausbau in der Inklusion planmäßig vornehmen zu können“, sagte die Kultusministerin.
  • Für den weiteren Ausbau der Ganztagsschulen werden 100 Deputate zur Verfügung gestellt. Diese Zahl ergibt sich aus den bisher vorliegenden Anträgen der Schulen, die Ganztagsschule werden wollen, und einer Prognose weiterer Anträge bis zum Ablauf der Frist am 1. Dezember 2016. „So können wir den gesetzlichen Vorgaben in der Inklusion und den Ganztagsschulen gerecht werden“, sagte Eisenmann.
  • Die Einführung des Faches Informatik kann im nächsten Schuljahr mit 60 Deputaten an den Start gehen. Dafür wird rasch eine neue Konzeption erarbeitet.

Im Vergleich zu den ursprünglich geplanten Eckpunkten ergibt sich damit in der Summe ein Plus von 160 Deputaten, die mit einmaligen Mitteln für das Schuljahr 2017/2018 finanziert werden. Mit dieser Lösung müssen keine neuen Stellen geschaffen und der kW-Abbaupfad für Lehrerstellen muss nicht verschoben werden.

Die 257,5 zusätzlichen Deputate zur Stärkung der Realschulen, die bereits im vorläufigen Regierungsentwurf enthalten sind, bleiben von den Neuerungen unberührt.

Hintergrund zur Finanzierung

Die Finanzierung erfolgt über verwendbare Stellen aus dem Jugendbegleiterprogramm und der frühkindlichen Bildung, die im Gegenzug über zusätzliche Mittel kompensiert werden. Dafür werden für die ersten vier Monate des Schuljahrs 2017/2018 drei Millionen Euro und für den Rest des Schuljahres in 2018 sechs Millionen Euro bereitgestellt. Die Summe von neun Millionen Euro ist der Gegenwert von 160 Deputaten für das gesamte Schuljahr 2017/2018.

Weitere Meldungen

Naturschutzgebiet Wurzacher Ried
Naturschutz

Das Land kauft 2025 deutlich mehr Flächen für Natur- und Klimaschutz

Schloss Heidelberg
Schlösser und Gärten

Besuchszahlen bei den Staatlichen Schlösser und Gärten bleiben auf Rekordniveau

Kindergartenkind wird in von der Mutter begleitet.
Öffentlicher Dienst

Tarifabschluss im öffentlichen Dienst

Visualisierung vom Anbau der Frauenklinik am Universitätsklinikum Tübingen Ansicht West
Vermögen und Bau

Grundstein für den Anbau der Frauenklinik am Universitätsklinikum Tübingen gelegt

PV-Anlage auf dem Landtag in Stuttgart
Photovoltaik

PV-Ziel bereits vorab erreicht

Spatenstich Elefantenwelt Wilhelma Visualisierung Innenbereich
Vermögen und Bau

Spatenstich für die neue Elefantenwelt in der Wilhelma

Gisela Splett mit Patenschaftsurkunde
Vermögen und Bau

Staatssekretärin Splett übernimmt Patenschaft für Kronenkranich in der Wilhelma

Finanzminister Danyal Bayaz steht vor dem Kunstgebäude am Schlossplatz in Stuttgart, im Hintergrund sind der Landtag und weitere Gebäudestrukturen zu sehen.
Rede

Finanzminister beim Neujahrsempfang der Amerikanischen Handelskammer in Deutschland

Finanzamt Symbolbild
Steuer

Finanzämter bearbeiten Steuererklärungen innerhalb von sieben Wochen

Leere Holzstühle in einem Klassenzimmer, unscharfe grüne Tafel im Hintergrund.
Haushalt

Arbeitsgruppe Lehrerstellen legt Abschlussbericht vor

Visualisierung Neubau HLRS III an der Universität Stuttgart
Vermögen und Bau

Grundstein für Neubau HLRS III an der Universität Stuttgart gelegt

Ein Mitarbeiter geht durch einen Büroraum.
Innovation

Neue Landesgesellschaft soll Start-ups stärken

Barocke Innenansicht der Pfarrkirche St. Magnus in Bad Schussenried: Blick vom Kirchenschiff auf Chor und Hochaltar mit reich verzierten Chorgestühlen, Kanzel, Deckenfresken und gelben Info-Punkten des digitalen 360°-Rundgangs.
Schlösser und Gärten

Neuer digitaler Rundgang durch Pfarrkirche St. Magnus Bad Schussenried

Podcast

Was tun gegen den finanziellen Kollaps der Kommunen, Boris Palmer?

Finanzminister Danyal Bayaz spricht im Plenarsaal des Landtags am Redepult, im Vordergrund scharf zu sehen. Im unscharfen Hintergrund sitzt Ministerpräsident Winfried Kretschmann.
Haushalt

Nachtragshaushalt 25/26: Unterstützung für Kommunen, gezielte Investitionen