Vermögen und Hochbau

Die Arbeiten am Fundament für das neue Unterkunftsgebäude für das Bildungszentrum der Steuerverwaltung in Freiburg haben begonnen

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Visualisierung des neuen Unterkunftsgebäudes für das Bildungszentrum der Steuerverwaltung in Freiburg (Bild: mbpk Architekten und Stadtplaner GmbH, Freiburg)

Beim Neubau des Unterkunftsgebäudes für das Bildungszentrum der Steuerverwaltung in Freiburg haben nach einer einjährigen Zwangspause die Arbeiten am Fundament begonnen.

„Ich bin froh, dass es diese Woche mit dem Fundament weitergehen kann. Der Neubau wird 104 Auszubildenden eine Unterkunft am Bildungszentrum in Freiburg bieten. Diese Plätze brauchen wir dringend für unseren Nachwuchs“, sagte Finanzministerin Edith Sitzmann.

Oberfinanzpräsident Hans-Joachim Stephan sagte: „Nur als attraktiver Arbeitgeber können wir den Bedarf an qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und die damit verbundenen gestiegenen Ausbildungszahlen in der Steuerverwaltung decken. Gleichzeitig ermöglichen wir so eine moderne Unterbringung und werden unserem Anspruch an eine qualitative Ausbildung gerecht.“

Archäologische Funde hatten den Bauablauf um rund ein Jahr verzögert. Entdeckt worden waren hervorragend erhaltene Funde der hochmittelalterlichen Freiburger Neustadt mit Kellern, Höfen und Latrinengruben und entsprechendem Hausrat. Bei den Ausgrabungen wurde zudem Quecksilber aus einem ehemaligen Klinikgebäude zutage gefördert. Die fachgerechte Entsorgung hat ebenfalls zur Verzögerung beigetragen. Die Grabungen leitete das Landesamt für Denkmalpflege. Sie waren im Februar 2020 abgeschlossen. Danach waren noch Erdarbeiten notwendig.

Bisher waren für den Neubau 6,1 Millionen Euro zuzüglich einer Risikovorsorge von 830.000 Euro eingeplant. Die Grabungen und die Arbeiten am Baugrund verursachten alleine Mehrkosten von rund 1 Million Euro und haben damit den eingeplanten Puffer schon mehr als aufgezehrt. „Dass die Arbeiten ein Jahr lang ruhen, konnte niemand einplanen oder einrechnen“, sagte Sitzmann. Die finanziellen Auswirkungen der Verzögerungen im Ablauf der unterschiedlichen Arbeiten können derzeit noch nicht beziffert werden, kommen aber gegebenenfalls noch hinzu, beispielsweise Baupreissteigerungen oder wenn bereits beauftragten Unternehmen durch die Zwangspause zusätzliche Kosten entstehen. Das gilt auch für den Ablauf: Der Neubau soll wenn möglich zum Jahreswechsel 2021/2022 fertiggestellt werden, noch lassen sich aber nicht alle Folgen vorhersagen.

Weitere Informationen:

Der demographische Wandel und der damit verbundene gestiegene Ausbildungsbedarf der Steuerverwaltung stellt das Bildungszentrum an den beiden Standorten Freiburg und Schwäbisch Gmünd in den kommenden Jahren vor eine große Herausforderung bei der Unterbringung der Auszubildenden während der fachtheoretischen Ausbildung. Gleichzeitig steigt der Fortbildungsbedarf in der Steuerverwaltung kontinuierlich an. Um die hohe Qualität der Aus- und Fortbildung auch in Zukunft zu gewährleisten, werden deshalb zusätzliche Unterrichts- und Unterbringungsmöglichkeiten benötigt.

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