Kommunen

Finanz- und Wirtschaftsministerium schreibt Programme der städtebaulichen Erneuerung 2012 aus

Berechne Lesezeit
  • Teilen

Städte und Gemeinden können ab sofort wieder Anträge für die Programme der städtebaulichen Erneuerung für das Jahr 2012 stellen. Dies sind das Landessanierungsprogramm sowie folgende Bund-Länder-Programme:

  • Allgemeines Sanierungs- und Entwicklungsprogramm
  • Aktive Stadt- und Ortsteilzentren,
  • Stadtumbau West
  • Soziale Stadt
  • Städtebaulicher Denkmalschutz
  • Kleinere Städte und Gemeinden.

Der Minister für Finanzen und Wirtschaft Nils Schmid teilte heute in Stuttgart mit, dass das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft die Programme 2012 ausgeschrieben hat. Die Antragsfrist endet am 31. Oktober 2011.

"Ziel der neuen Landesregierung ist es, die Städte und Gemeinden weiterhin auf hohem finanziellem Niveau bei der Bewältigung der Herausforderungen zu unterstützen, die sich insbesondere aus dem Klimawandel und der demografischen Entwicklung ergeben“, erklärte Minister Nils Schmid.  

Das Land hat im Jahr 2011 Landesfinanzhilfen in Höhe von 132 Millionen Euro und der Bund 36,7 Millionen Euro für die städtebauliche Erneuerung bereitgestellt. Die Höhe der Bundes- und Landesfinanzhilfen für das Programm 2012 wird erst im jeweiligen Haushalt für das kommende Jahr festgelegt.

Anträge für die Programme der städtebaulichen Erneuerung können über die Rechtsaufsichtsbehörde beim Regierungspräsidium gestellt werden. Die Förderprogramme gelten für alle Landesteile, unabhängig davon, ob sie städtisch oder ländlich geprägt sind.

„Mit der Städtebauförderung verfolgen wir eine nachhaltige Weiterentwicklung unserer Städte und Gemeinden“, so Nils Schmid. „Wir wollen die Innenstädte und Ortsteilzentren stabilisieren und einer Zersiedelung entgegenwirken.“

Durch die städtebauliche Erneuerung werden in zahlreichen Kommunen die historischen Strukturen gestärkt, die Bausubstanz verbessert, Quartiere stabilisiert und die Gestaltung des öffentlichen Raums aufgewertet. Darüber hinaus können viele innerörtliche Brachflächen und leer stehende Gebäude einer neuen, zukunftsfähigen Nutzung zugeführt werden.

Förderschwerpunkte sind:

  • die Anpassung vorhandener Strukturen an den demografischen Wandel (z. B. Maßnahmen zur Erreichung von Barrierefreiheit im öffentlichen Raum),
  • die Sicherung und Aufwertung des Wohnungsbestandes sowie des Wohnumfeldes, insbesondere unter Bündelung der Förderansätze der Wohnraumförderung,
  • die Neustrukturierung und Umnutzung baulich vorgenutzter Brachflächen – z.B. Industrie- und Gewerbebrachen, bisher militärisch genutzter Gebäude und Liegenschaften, Bahnbrachen – für andere Nutzungen, insbesondere den Wohnungsbau, Gewerbe und hochwertige Dienstleistungen,
  • die Stabilisierung und Aufwertung bestehender Gewerbegebiete, um den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg zu stärken,
  • die Stabilisierung und Aufwertung von Gebieten mit besonderem Entwicklungsbedarf
  • die ganzheitliche ökologische Erneuerung mit den vordringlichen Handlungsfeldern Energieeffizienz im Altbaubestand, Verbesserung des Stadtklimas, Reduzierung von Lärm und Abgasen, Aktivierung der Naturkreisläufe in den festgelegten Gebieten,
  • die Stärkung bestehender Zentren, Profilierung der kommunalen Individualität, die Sicherung und der Erhalt denkmalpflegerisch wertvoller Bausubstanz.

Wegen ihrer vielfältigen städtebaulichen, wirtschaftlichen, konjunkturellen und sozialen Effekte wird die städtebauliche Erneuerung sowohl vom Land als auch von den Städten und Gemeinden als eine Schwerpunktaufgabe gesehen.

Quelle:

Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg

Weitere Meldungen

Finanzminister Danyal Bayaz lehnt an einem Geländer, im Hintergrund sind moderne Bürogebäude am kleinen Schlossplatz in Stuttgart zu sehen.
Haushalt

Ministerrat beschließt Eckpunkte für den Haushalt 2027

Moderner Coworking Space mit offenen Arbeitsbereichen, Schreibtischen, Pflanzen und mehreren Personen in Bewegung.
Steuern

Finanzamt Mannheim-Stadt beteiligt sich am Pilotprojekt „Schneller Gründen"

Blick über die Innenstadt von Weingarten mit historischer Kirche, Fachwerkhäusern und grüner Umgebung bei sonnigem Wetter.
Grundsteuer

Bundesfinanzhof bestätigt baden-württembergisches Grundsteuermodell

Vereidigung von Finanzminister Bayaz
Personal

Bayaz bleibt Finanzminister

Finanzminister Danyal Bayaz lehnt an einem Geländer, im Hintergrund sind moderne Bürogebäude am kleinen Schlossplatz in Stuttgart zu sehen.
Steuerschätzung

Mai-Steuerschätzung: Einnahmen des Landes sinken nur leicht

Finanzamt Schorndorf
Amtsleiterwechsel

Neue Leiterin des Finanzamts Schorndorf

Eingangspavillon Wilhelma Stuttgart
Vermögen und Bau

Eröffnung des restaurierten Eingangspavillons in der Wilhelma

Finanzamt Symbolbild
Amtsleiterwechsel

Neuer Leiter des Finanzamts Böblingen

Bargeld in einer Kasse
Steuern

Kassenkontrollen: Viele Mängel in Barbershops, Tattoo- und Nagelstudios

Mehrere Stapel aus Euro-Münzen in unterschiedlicher Höhe, mit einer Lichtspiegelung und einer leicht verschwommenen Überlagerung im Hintergrund.
Haushalt

Ratingagenturen bestätigen Spitzenbewertungen für das Land

Hand hält Smartphone mit geöffneter MeinELSTER+-App, die eine vorausgefüllte Steuererklärung und Abgabe per Klick zeigt, im hellen Bürohintergrund.
Steuern

Anmeldestart für die vorausgefüllte, digitale Steuererklärung auf dem Smartphone

Dienstgebäude Bundesbau Schwäbisch Hall
Amtsleiterwechsel

Matthias Chavillier leitet den Bundesbau am Standort Schwäbisch Hall

Eltern und Kinder turnen in einer Sporthalle in Berlin.
Sport

Mehr als 600 Millionen Euro für Sportvereine und -verbände

Naturschutzgebiet Wurzacher Ried
Naturschutz

Das Land kauft 2025 deutlich mehr Flächen für Natur- und Klimaschutz

Schloss Heidelberg
Schlösser und Gärten

Besuchszahlen bei den Staatlichen Schlösser und Gärten bleiben auf Rekordniveau