Pressemitteilung

Staatliche Schlösser und Gärten
  • 08.10.2018

Finanzministerin Edith Sitzmann und Lotto-Geschäftsführer Georg Wacker eröffnen das Fürstenhäusle in Meersburg

  • Finanzministerin Edith Sitzmann vor dem Fürstenhäusle in Meersburg.

    Bild: Bernhard Wrobel

Finanzministerin Edith Sitzmann und Lotto-Geschäftsführer Georg Wacker haben das Fürstenhäusle in Meersburg wiedereröffnet. Zu Sanierung und Umbau hat das Land etwas mehr als die Hälfte der Gesamtbaukosten in Höhe von 930.000 Euro beigetragen. Die Staatliche Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg unterstützte die Arbeiten mit rund 418.000 Euro aus nicht abgeholten Gewinnen der Lotterie Glücksspirale. Das Kleinod gehörte im 19. Jahrhundert der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff.

„Ich freue mich, dass das Fürstenhäusle als lebendiger Ort wieder für viele Menschen zugänglich ist“, sagte Finanzministerin Edith Sitzmann bei dem Festakt im Meersburger Neuen Schloss. „Das Fürstenhäusle wird das Andenken an Annette von Droste-Hülshoff lebendig halten. Zahlreiche Porträts, Handschriften und Sammlungen machen ihr Leben und Arbeiten greifbar und erlebbar.“

Lotto-Geschäftsführer Georg Wacker unterstrich die Bedeutung der staatlichen Lotterien für den Erhalt des kulturellen Erbes: „Aus unseren Erträgen fließen jährlich rund 28 Millionen Euro in den Denkmalschutz. Der Hauptanteil stammt aus dem Wettmittelfonds des Landes. Dazu kommen noch die Überschüsse aus der Glücksspirale und deren nicht abgeholte Gewinne. Die vielen treuen Tipper im Südwesten sind gewissermaßen die heimlichen Mäzene.“

An die erfolgreiche Schriftstellerin und ihre Jahre in Meersburg erinnert das Museum, das die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg wieder im Fürstenhäusle zugänglich gemacht haben. Das Amt Ravensburg des Landesbetriebs Vermögen und Bau Baden-Württemberg hat das Fürstenhäusle in knapp anderthalb Jahren saniert und in etwa so umgebaut, wie es zur Zeit der Dichterin aussah. Dabei hat sich das Amt eng mit den Denkmalschutzbehörden abgestimmt. Die Ausstellung über das Leben der berühmten Schriftstellerin ist neu konzipiert. Zudem gibt es mehr Platz im Erdgeschoss für einen barrierefreien Besucherempfang. Auf der Terrasse können die Besucherinnen und Besucher bei einem Kaffee oder Tee die Panoramasicht über den Bodensee genießen.

Neu ist auch ein multifunktionaler Raum im Obergeschoss. Auf einem Biedermeiersofa können die Gäste lesen oder den sprechenden Figuren im Raum – Annette von Droste-Hülshoff sowie Familie und Freunde – zuhören. Auch der Garten wurde behutsam saniert und erneuert. Das Fürstenhäusle wird eingebunden ins Gartennetzwerk „Bodenseegärten“, das den ganzen See umspannt. Ab kommender Saison gibt es regelmäßige Führungen. Geöffnet ist das Fürstenhäusle von Ostern bis November. Mehr unter: www.fuerstenhaeusle.de


Weitere Informationen:
Das Fürstenhäusle ließen die Fürstbischöfe von Konstanz um 1600 in den Weinbergen über Meersburg errichten. Überregional bekannt ist das Häuschen als Refugium der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff, die von 1841 bis zu ihrem Tod 1848 in Meersburg lebte und dort zahlreiche Gedichte schrieb. Nach dem Tod der Schriftstellerin wurde das Häuschen in der Familie vererbt. 1923 öffnete sie es erstmals als Museum im Andenken an die Dichterin. Das Land Baden-Württemberg kaufte das Fürstenhäusle samt Inventar 1960. Heute wird es von den Staatlichen Schlössern und Gärten Baden-Württemberg betreut.
 

Hinweis:
Fotos können in unserer Mediathek heruntergeladen und mit dem entsprechenden Bildnachweis honorarfrei verwendet werden.


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Edith Sitzmann

Ministerin für Finanzen

 

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