Buchpräsentation

Rede von Minister Bayaz über Catharina von Württemberg

Wenn man als Politiker über Catharina spricht, dann kann man eigentlich nur verlieren.

Drei Jahre Regentschaft, das ist ja weniger als eine Legislaturperiode, die haben ihr gereicht, um ihr Land zu prägen. Nachhaltig zu prägen.

Wenn das die Messlatte für Politik heute wäre, dann könnten wir alle parteiübergreifend einpacken.

Tatsächlich dürfte es in der jüngeren Geschichte keine vergleichbare Persönlichkeit in verantwortungsvoller Position gegeben haben, die in so kurzer Zeit so viel bewegt hat.

Katharina ist und bleibt ein Phänomen, auch 200 Jahre nach ihrem Tod.

Deshalb ist es auch immer wieder faszinierend sich aufs Neue mit ihr zu beschäftigen

Neue Facetten ihres Lebens und ihres Wirkens zu entdecken. Frau Dr. Peschel und Herr Krauss haben genau das getan in ihrem neuen Buch über Catharina.

Denn es gibt ganz unterschiedliche Zugänge zu ihr.

 

Meine Damen und Herren,

Baden-Württemberg bei den Ausgaben für Forschung und Entwicklung bundesweit Spitze.

Gleichzeitig entstehen im Land neue Zentren für neue Technologien wie künstliche Intelligenz, wie Biotechnologie, wie Wasserstoff, gleichzeitig entwickelt sich eine Start-Up-Kultur mit jungen Menschen, die ins Risiko gehen und Unternehmen gründen.

Auch das Land, also der Staat, fördert ganz gezielt diese Entwicklungen.

 

Was hat das mit Catharina zu tun?

Viel mehr, als man auf den ersten Blick zu erkennen meint.

Catharina hat zu ihrer Zeit Pioniergeist bewiesen und mutige Entscheidungen für die Zukunft getroffen, ja auch gerade in die Zukunft investiert.

Und zwar vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen.

Zum Beispiel die Kinder-Beschäftigungsanstalten und Kinder-Industrieschulen. Oder die Gründung des Catharinenstifts.

Diese Initiativen waren Teil einer umfassenden Schul- und Bildungsreform für die Kinder im Land. Eine Reaktion auf die miserable Situation vieler Kinder.

Die Beschäftigungsanstalten sollten Kindern der unteren Bevölkerungsschichten Beschäftigung und Versorgung bieten.

Also ein früher Versuch, Kindern aus schwierigen Verhältnissen eine bessere Lebensperspektive zu ermöglichen.

Das Ziel, den Bildungserfolg von der sozialen Herkunft zu entkoppeln, da finden wir ihn bereits im Ansatz unter dem Wirken von Catharina.

Und die Kinder in den Industrieschulen sollten auf künftige Ausbildungen vorbereitet werden. Bildung als Schlüssel zum Erfolg, als zentraler Baustein in einer Aufstiegsgesellschaft, wo nicht wichtig ist, wo man herkommt, sondern wo man hinmöchte. Ein verblüffend moderner Gedanke.

Ich weiß nicht, wie Catharina zu Gendersternchen oder zum Feminismus gestanden hätte, aber mit der gezielten Förderung von Mädchen im Catharinenstift war Catharina ebenfalls ihrer Zeit voraus.

Oder nehmen wir die Gründung des landwirtschaftlichen Vereins und der Landwirtschaftlichen Lehranstalt.

Übrigens ein ganz persönlicher Zugang für mich, denn an der Uni Hohenheim habe ich selbst studiert. Die gäbe es ohne Catharina wahrscheinlich gar nicht, sie hat die Grundlage dafür geschaffen, dass ein Ort von Wissenschaft und Aufklärung entsteht.

 

Ziel dieser Initiativen: Verbesserung der landwirtschaftlichen Methoden, Forschung vorantreiben und damit auch eine Reaktion auf die verheerende Hungersnot der Jahre 1816 und 1817. Catharina war auch eine Weltverbesserin.

Und ein letztes Beispiel, eines, das mich in meiner Funktion als Finanzminister auch ganz konkret tangiert, die Gründung der Sparkasse.

Catharina war dabei wie eine Art Venture Capitalist, eine Risikokapitalgeberein. Sie konnte ja nicht wissen, was aus diesem Projekt werden würde.

Auch diese Initiative als Reaktion auf die Armut und Not weiter Teile der Bevölkerung.

Catharina ist also gesellschaftlichen Problemen mit innovativen Ideen begegnet, die weit über die bloße situative Hilfe hinausgingen. Sie hat gezielt in die Zukunft des Landes investiert.

Zu der Zeit hat noch niemand über Nachhaltigkeit philosophiert, aber es waren buchstäblich nachhaltige Initiativen, die stets darauf ausgelegt haben, dauerhaft zu wirken. Bis heute.

Und sie waren gekennzeichnet von Mut, von Pioniergeist und auch von ungewöhnlichen Ansätzen.

Catharina war innovativ.

Und das zeichnet unser Land Baden-Württemberg doch bis heute aus: unsere innovative Stärke, die wir aber stets immer wieder aufs Neue befördern müssen, uns selbst neu erfinden müssen, um die großen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit zu meistern. Egal, ob im Kampf gegen eine Pandemie oder für Klimaschutz oder für gute und gerechte Bildung.

Und die Wurzeln liegen auch in Catharina und in ihrem Wirken.

Und wir können für heute lernen, dass es lohnt, gezielt in die Zukunft unseres Landes zu investieren, gerade wenn es um Forschung, um Bildung, um neue Ideen, neue Technologien, um gesellschaftlichen Fortschritt geht.

 

Catharina ist somit auch heute noch Beispiel für uns. Es lohnt sich deshalb, sich mit ihrem beeindruckenden Leben zu befassen.

Und deswegen ist es auch kein Zufall, dass nach meiner Vereidigung im Amt, als ich erstmalig mein neues Büro im Neuen Schloss betreten habe, auch das Buch von Katharina auf meinem Tisch vorgefunden habe. Ich habe es als Inspiration, als Mahnung, aber vor allem als Motivation verstanden.

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