Vermögen und Hochbau

Sanierung und Erweiterung des Badischen Staatstheaters

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Sanierung und Erweiterung des Badischen Staatstheaters

Das Badische Staatstheater in Karlsruhe steht vor einer umfangreichen Sanierung und Erweiterung. Um optimale bauliche Rahmenbedingungen zu schaffen, soll in den kommenden Jahren unter anderem ein Neubau für das Schauspielhaus entstehen. Zudem werden die Werkstätten und der musikalische Apparat erweitert, das bestehende Gebäude wird saniert.

Seit diesem Frühjahr laufen vorab notwendige Maßnahmen zur Verlegung der Ein- und Ausfahrt der Tiefgarage und für ein Eingangsprovisorium. Ein Wettbewerb für die Neugestaltung der Freianlagen ist in Vorbereitung. Der Verwaltungsrat hat über die weiteren Abläufe des Bauvorhabens beraten.

„Das Badische Staatstheater ist eine hochkomplexe Baustelle bei laufendem Spiel- und Theaterbetrieb - und damit eine große Herausforderung für alle Beteiligten“, sagten Kunstministerin Theresia Bauer, Finanzstaatssekretärin Gisela Splett und der Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe, Dr. Frank Mentrup, im Anschluss an die Verwaltungsratssitzung. „Gute Planungen, detailliert abgestimmte Abläufe und enge Absprachen sind besonders wichtig.“ Jede Unstimmigkeit und Verzögerung könne sich auf den Bauablauf, die gesamte Bauzeit und die Baukosten auswirken.

Deshalb haben Vertreterinnen und Vertreter der Staatlichen Vermögens- und Hochbauverwaltung, des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst, der Stadt Karlsruhe und des Staatstheaters zusammen mit beauftragten Planerinnen und Planern in den vergangenen Monaten Szenarien für einen optimierten Bauablauf entwickelt und abgewogen. Zwei denkbare Varianten wurden im Verwaltungsrat vorgestellt:

  • Szenario D sieht eine Bauzeit von rund zwölf Jahren vor. Zunächst entsteht der Neubau des Schauspielhauses, die Werkstätten und der musikalische Apparat werden erweitert. Im Anschluss wird das Bestandsgebäude saniert. Das Badische Staatstheater kann – wie bislang geplant - weitgehend am Hauptstandort bleiben. Nur die Aufführungen des Kleinen Hauses und des Großen Hauses würden zeitweise und zeitversetzt an einer anderen Spielstätte gezeigt.
  • Szenario B hat mit etwa acht Jahren eine deutlich kürzere Bauzeit. Der Neubau des Schauspielhauses, die Sanierung des Bestandsgebäudes und die Erweiterung der Werkstätten und des musikalischen Apparats werden weitestgehend parallel umgesetzt. Dies wäre aber nur möglich, wenn Theater- und Spielbetrieb komplett ausgelagert und eine Interimsstätte für den gesamten Theaterbetrieb bereitgestellt würde.

Die Gesamtbaukosten der Szenarien D und B liegen innerhalb des im Sommer im Verwaltungsrat vorgestellten Kostenrahmens von bis zu rund 500 Millionen Euro. Nutzer-spezifische Kosten etwa für Interimslösungen, Personal und die Kosten für die Freianlagen sind nicht einbezogen.

Der Verwaltungsrat nahm den Bericht des Landesbetriebs Vermögen und Bau Baden-Württemberg zur Kenntnis und empfahl, Szenario D als optimierte Variante der bisherigen Bauablaufplanung weiter zu verfolgen. Da Theater- und Baubetrieb in diesem Szenario über etliche Jahre hinweg nebeneinander stattfinden, muss im Vorfeld genau geklärt werden, wie ein wirtschaftlicher Bauablauf und die künstlerische Arbeit des Theaters gleichzeitig gewährleistet werden können. Vermögen und Bau und das Badische Staatstheater wurden deshalb beauftragt, hierzu verbindliche Absprachen auszuarbeiten.

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