Pressemitteilung

Staatliche Schlösser und Gärten
  • 09.11.2018

UNESCO-Denkmal Kloster Maulbronn: 25 Jahre Weltkulturerbe

  • Bei der Jubiläumsfeier. Im Bild v.l.n.r.: Prof. Dr. Peter Rückert (Landesarchiv Baden-Württemberg, Hauptstaatsarchiv Stuttgart), Prof. Dr. Stefan Morent (Universität Tübingen), Michael Hörrmann (Geschäftsführer der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg), Stefanie Seemann MdL, Barbara Saebel MdL, Finanzstaatssekretärin Gisela Splett, Bastian Rosenau (Landrat des Landkreis Enzkreis), Andreas Felchle (Bürgermeister der Stadt Maulbronn), Prof. Dr. Claus Wolf (Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg)

    Bild: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Katharina Rohne

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  • Kloster Maulbronn gilt als die am vollständigsten erhaltene Klosteranlage des Mittelalters nördlich der Alpen. (Bild: © Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Günther Bayerl)

    Bild: © Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Günther Bayerl

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Kloster Maulbronn ist seit 25 Jahren Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Das Land Baden-Württemberg feierte das 25-jährige Jubiläum heute in Maulbronn.

„Mit Kloster Maulbronn besitzt Baden-Württemberg einen kostbaren Teil des weltweiten Kulturerbes“, sagte Finanzstaatssekretärin Gisela Splett bei dem Festakt. „Sechs von insgesamt 44 UNESCO-Welterbestätten in Deutschland sind in Baden-Württemberg beheimatet. Sie zeigen den kulturellen Reichtum unseres Landes. Welterbe bedeutet aber auch Verantwortung. Wir sind verpflichtet, diese Schätze zu bewahren und an künftige Generationen weiterzugeben“, so Splett weiter.

Im November 1993 nahm das sogenannte Welterbekomitee das Monument in die UNESCO-Welterbeliste auf. Das Kloster Maulbronn ist das am besten erhaltene Zisterzienserkloster des Mittelalters nördlich der Alpen. Das Außergewöhnliche an der Gesamtanlage ist, dass sich nicht nur die Gebäude der Klausur erhalten haben, also Kreuzgang sowie repräsentative Bauten für Mönche und Klosterkirche. Der gesamte Organismus der Klosterstadt ist noch vorhanden, also Wirtschafts- und Verwaltungsbauten, Mauern und Befestigungen. Die Umgebung trägt bis heute sichtbar Spuren der zisterziensischen Landwirtschaft mit Fischteichen, Bewässerungskanälen, Obstkultur und Weinbau.

Rund 56 Millionen Euro investierte das Land seit 1993 in das UNESCO-Denkmal Maulbronn, um es zu erhalten, zu restaurieren und zu präsentieren. Ein moderner Empfangsbereich mit Infozentrum heißt die jährlich rund 235.000 Gäste willkommen. Kloster Maulbronn hat mehrere Museen zu seiner Geschichte und Bedeutung. Als nächstes soll ein Kindermuseum entstehen, das Familien Einblicke in Mittelalter und Klosterleben bieten wird. Das Amt Pforzheim des Landesbetriebs Vermögen und Bau Baden-Württemberg saniert derzeit unter anderem das Herrenrefektorium, einen prächtigen Hallenbau aus dem 13. Jahrhundert, für rund 2 Millionen Euro.

Weitere Informationen:
Kloster Maulbronn war vor 25 Jahren das erste Monument in Baden-Württem­berg, das die UNESCO ausgezeichnet hat. Im Jahr 2000 folgte die Klosterinsel Reichenau im Bodensee. 2005 kamen der obergermanisch-rätische Limes hinzu, 2011 die Pfahlbauten am Bodensee und in Oberschwaben. 2016 reihten sich die Weißenhofsiedlung und das Weißenhofmuseum in Stuttgart als Denkmal der Moderne ein und 2017 kamen die Eiszeithöhlen auf der Schwäbischen Alb hinzu.

Mit einem „Tag der offenen Klosterpforte“ am 12. Mai 2019 feiern die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg das Jubiläum in Kloster Maulbronn.

Mehr zum Kloster unter www.kloster-maulbronn.de


Porträt

Gisela Splett

Staatssekretärin im Ministerium für Finanzen des Landes Baden-Württemberg

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