Finanzstaatssekretär Dr. Stefan Scheffold hat Ernst Kittel am Dienstag (21. September 2010) das ihm vom Bundespräsidenten verliehene Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht. „Ernst Kittel engagiert sich seit Jahrzehnten für das Theaterwesen in Schwäbisch Gmünd. Dieser Einsatz verdient Respekt und Anerkennung," sagte Finanzstaatssekretär Dr. Stefan Scheffold in Schwäbisch Gmünd.
Seit mehr als 60 Jahren stehe Ernst Kittel nun ehrenamtlich auf der Bühne. Dabei sei er in über 400 verschiedenen Inszenierungen aufgetreten. In rund 80 Stücken habe er selbst Regie geführt. „Aber aus dem Theaterspieler wurde ein Theatermacher: Das Theater ist ein wichtiger Teil des Kulturlebens in Schwäbisch Gmünd. Und ohne Ernst Kittel und seinen unermüdlichen Einsatz würde die Gmünder Theaterlandschaft nicht so existieren, wie sie es heute tut." So sei Ernst Kittel 1980 aktiv bei der Gründung der Gmünder Theaterbühne dabei gewesen. 1991 sei er zudem die treibende Kraft bei der Einrichtung der Gmünder Theaterwerkstatt e.V. gewesen, die er bis heute leite, erklärte Dr. Scheffold.
In seiner ehrenamtlichen Theaterarbeit habe Ernst Kittel Schwerpunkte auch auf die Jugendarbeit, die Förderung des Nachwuchses und soziale Projekte gelegt. Für Menschen mit Behinderung habe er Gratisaufführungen veranstaltet und die Erlöse von Theaterveranstaltungen gespendet. In diesem Zusammenhang hob der Staatssekretär die für November geplanten Benefizaufführungen des Märchens „König Drosselbart" für Kinder hervor, deren Reinerlös der Aktion „Ein Herz fürs Klösterle" zur Verfügung gestellt werde.
Daneben habe sich Ernst Kittel in seiner katholischen Kirchengemeinde als Jugendleiter, Kirchengemeinderat und Lektor engagiert. Seit über 30 Jahren wirke er außerdem beim Kolping-Musiktheater mit. Mehr als zehn Jahre war er zugleich Stadtrat in Schwäbisch Gmünd. „Ernst Kittel hat sich aktiv in die Gemeinschaft eingebracht. Dafür gebührt ihm Dank. Denn erst mit dem ehrenamtlichen Engagement der Bürgerinnen und Bürger wird unsere Gesellschaft lebendig," betonte Dr. Scheffold abschließend.
Quelle:
Finanzministerium Baden-Württemberg