Banken

Einigung über Eigenkapitalregeln für Banken (Basel III)

Berechne Lesezeit
  • Teilen

„Die Verschärfung der Eigenkapitalregeln für Banken ist ein Schritt in die richtige Richtung, denn die Bankenkrise hat gezeigt, dass neue verschärfte Regularien geschaffen werden müssen. Insofern ist der gefundene Kompromiss zu begrüßen. Allerdings muss man sich in Erinnerung rufen, dass die beispiellose Krise ihren Ausgangspunkt auf dem US-Finanzmarkt nahm. Gerade dort wurden nicht einmal die Basel II-Kriterien umgesetzt. Wenn zum jetzigen Zeitpunkt über strengere Vorschriften im Zuge von Basel III nachgedacht wird, muss sichergestellt sein, dass diese internationale Geltung erlangen. Nirgendwo ist die Globalisierung und internationale Verflechtung derart ausgeprägt wie auf den Finanzmärkten. Es kommt daher nicht nur darauf an, sinnvolle Regeln zu entwerfen, sondern diese müssen auch weltweit angewendet werden. Es kann nicht sein, dass durch Basel III ein beträchtlicher Eigenkapitalbedarf der Banken- und Finanzinstitute nur in Europa ausgelöst wird. Sollten daher die US-Finanzmärkte erneut - wie bei Basel II - ausscheren, muss ein Abweichen möglich sein." Dies sagte Finanzminister Willi Stächele am Montag (13. September 2010) in Stuttgart.

Die verschärften Eigenkapital- und Liquiditätsregeln sollen schrittweise eingeführt werden. Wichtig sei, dass den Instituten genügend Zeit für eine Umstellung bleibe. Die konjunkturelle Erholung steigere den Kreditbedarf gerade von mittelständischen Unternehmen. Dem gelte es Rechnung zu tragen. In diesem Zusammenhang müsse über die Anerkennung der stillen Einlagen als Eigenkapital der Kreditinstitute nachgedacht werden. Stille Einlagen müssten weiterhin als hartes Kernkapital anerkannt werden. Dies sei insbesondere aus Sicht der öffentlichen Banken wichtig, weil diese nicht wie Aktiengesellschaften Kapital am Markt aufnehmen könnten. „Die Begebung von stillen Einlagen ist ein wichtiges Instrument der notwendigen Kapitalbeschaffung. Auf dieses können die öffentlich-rechtlichen Banken nicht verzichten. Hier wird sich Baden-Württemberg dafür einsetzen, dass Änderungen erreicht werden," so Stächele abschließend.

Quelle:

Finanzministerium Baden-Württemberg

Weitere Meldungen

Dienstgebäude Bundesbau Schwäbisch Hall
Amtsleiterwechsel

Matthias Chavillier leitet den Bundesbau am Standort Schwäbisch Hall

Eltern und Kinder turnen in einer Sporthalle in Berlin.
Sport

Mehr als 600 Millionen Euro für Sportvereine und -verbände

Naturschutzgebiet Wurzacher Ried
Naturschutz

Das Land kauft 2025 deutlich mehr Flächen für Natur- und Klimaschutz

Schloss Heidelberg
Schlösser und Gärten

Besuchszahlen bei den Staatlichen Schlösser und Gärten bleiben auf Rekordniveau

Kindergartenkind wird in von der Mutter begleitet.
Öffentlicher Dienst

Tarifabschluss im öffentlichen Dienst

Visualisierung vom Anbau der Frauenklinik am Universitätsklinikum Tübingen Ansicht West
Vermögen und Bau

Grundstein für den Anbau der Frauenklinik am Universitätsklinikum Tübingen gelegt

Smartphone
Steuer

Digitale Steuererklärung wird deutlich einfacher

PV-Anlage auf dem Landtag in Stuttgart
Photovoltaik

PV-Ziel bereits vorab erreicht

Spatenstich Elefantenwelt Wilhelma Visualisierung Innenbereich
Vermögen und Bau

Spatenstich für die neue Elefantenwelt in der Wilhelma

Gisela Splett mit Patenschaftsurkunde
Vermögen und Bau

Staatssekretärin Splett übernimmt Patenschaft für Kronenkranich in der Wilhelma

Finanzminister Danyal Bayaz steht vor dem Kunstgebäude am Schlossplatz in Stuttgart, im Hintergrund sind der Landtag und weitere Gebäudestrukturen zu sehen.
Rede

Finanzminister beim Neujahrsempfang der Amerikanischen Handelskammer in Deutschland

Finanzamt Symbolbild
Steuer

Finanzämter bearbeiten Steuererklärungen innerhalb von sieben Wochen

Leere Holzstühle in einem Klassenzimmer, unscharfe grüne Tafel im Hintergrund.
Haushalt

Arbeitsgruppe Lehrerstellen legt Abschlussbericht vor

Visualisierung Neubau HLRS III an der Universität Stuttgart
Vermögen und Bau

Grundstein für Neubau HLRS III an der Universität Stuttgart gelegt

Ein Mitarbeiter geht durch einen Büroraum.
Innovation

Neue Landesgesellschaft soll Start-ups stärken