Schlösser und Gärten

Finanzstaatssekretärin Gisela Splett und Landes-Behindertenbeauftragte Stephanie Aeffner besuchen Schloss Ludwigsburg

Finanzstaatssekretärin Gisela Splett (Mitte) mit Landesbehindertenbeauftragter Stephanie Aeffner (vorne im Bild) und Matthias Knecht, Oberbürgermeister von Ludwigsburg (rechts im Bild) im Kinderreich in Schloss Ludwigsburg.

Finanzstaatssekretärin Gisela Splett hat am Mittwoch gemeinsam mit der Beauftragten der Landesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Stephanie Aeffner, Schloss Ludwigsburg besucht, um sich über die aktuellen Restaurierungsarbeiten im Neuen Hauptbau des Residenzschlosses zu informieren.

„Die Staatlichen Schlösser und Gärten haben mit der originalgetreuen Wiedereinrichtung der königlichen Appartements von König Friedrich I. von Württemberg und seiner Gemahlin Charlotte Mathilde ihr bislang größtes Restaurierungsprojekt begonnen“, sagte Finanzstaatssekretärin Gisela Splett. Wenn die Restaurierung beendet sein wird, werden dort etwa 2.000 Gemälde, Möbel und Kunsthandwerks-Objekte wie Leuchter, Porzellan, Uhren und Skulpturen, wieder zu erleben sein. „Dieses kulturelle Erbe möchten wir für möglichst viele Bürger-innen und Bürger barrierefrei zugänglich machen.“

Landes-Behindertenbeauftragte Stephanie Aeffner wies darauf hin, dass die Barrierefreiheit zugleich Verpflichtung ist und Potenzial bietet: „Wenn es darum geht, Menschen mit Behinderungen die volle und gleichberechtigte Teilhabe in allen Lebensbereichen zu ermöglichen, kommt dem Prinzip der Zugänglichkeit als dem Kernelement der UN-Behindertenrechtskonvention zentrale Bedeutung zu. Barrierefreiheit ist ein sichtbares Zeichen einer inklusiven Gesellschaft.“

Im Residenzschloss Ludwigsburg konnten bereits bei der großen Sanierung und Restaurierung zum 300-jährigen Jubiläum 2004 viele notwendige Schritte zur Barrierefreiheit unternommen werden. Seither erschließt beispielsweise ein Aufzug alle Stockwerke. 2017 wurde im Schloss eine „Toilette für alle“ eröffnet, ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zu Inklusion und Barrierefreiheit des Monuments. Außerdem gibt es vier barrierefreie Toiletten.

In den nächsten Jahren werden die Räume des ersten württembergischen Königspaares wieder so eingerichtet, wie sie zu Beginn des 19. Jahrhunderts aussahen. Möglich ist dies dank der vielen Dokumente und Quellen der Zeit, die die Forschungsarbeit der Staatlichen Schlösser und Gärten in den vergangenen Jahren erschlossen hat. Sie macht es nun möglich, die gut erhaltenen Bestände im Schloss und in den Depots wieder ihrer Aufstellung vor zwei Jahrhunderten zuzuordnen. Parallel dazu werden derzeit die Fenster des Neuen Hauptbaus für rund 1,4 Millionen Euro durch das Amt Ludwigsburg des Landesbetriebs Vermögen und Bau Baden-Württemberg denkmalgerecht instandgesetzt.

Weitere Informationen:

Die Schlösser, Klöster, Burgen und Gärten des Landes werden als Ausflugsziele zunehmend beliebter. Fast 4 Millionen Menschen haben sie 2018 besucht. Schloss Ludwigsburg ist dabei eines der besucherstärksten Monumente im Land: Mehr als 350.000 Gäste kamen im vergangenen Jahr. Es zeichnet sich durch ein vielfältiges Angebot für alle Altersklassen aus. Das „Kinderreich“, ein interaktives Schlossmuseum für Kinder ab dem Grundschulalter, konnte im vergangenen Jahr sein zehnjähriges Jubiläum feiern.

Informationen zum Schloss Ludwigsburg unter: www.schloss-ludwigsburg.de
 

Blühende Wiesen auf dem Campus Süd des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT): Mit neuen Schildern wird auf das ökologische Pflegekonzept hingewiesen. Staatssekretärin Gisela Splett und Peter Zöllner, beim Amt Karlsruhe von Vermögen und Bau Baden-Württemberg unter anderem für das Grünflächenmanagement zuständig, machten sich vor Ort ein Bild davon, wie es grünt, blüht, flattert und summt.
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