Heute legten Finanzstaatssekretär Dr. Stefan Scheffold und Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch den Grundstein des Neubaus für das Waldschulheim Burg Hornberg. „Die waldpädagogische Arbeit eröffnet Wege zu einem besseren Verständnis für Wald, Umwelt und Natur. Deshalb hat Baden-Württemberg über das gesamte Land verteilt wald- und umweltpädagogische Einrichtungen geschaffen. Mit viel Kreativität und professionellen Konzepten werden dort Angebote für Kinder und Erwachsene bereitgehalten“, sagten Gurr-Hirsch und Dr. Scheffold.
„Die Investition von 2,8 Millionen Euro wird die Infrastruktur des Waldschulheims Burg Hornberg erheblich verbessern. Auf fast 1.200 m² entstehen moderne Flächen für Unterrichts-, Freizeit- und Unterkunftsräume,“ erklärte der Finanzstaatssekretär. Das Waldschulheim Burg Hornberg wurde 1972 als erstes von vier Waldschulheimen in Baden-Württemberg gegründet. Die Anlage besteht aus dem mittelalterlichen Burgturm, dem in den 50er Jahren errichteten Hauptgebäude und einem Erweiterungsbau aus den 70er Jahren. Dieser konnte nicht mehr wirtschaftlich saniert werden. Daher wird an Stelle des Erweiterungsbaus nun ein 4-geschossiger Neubau errichtet und mit dem Hauptgebäude verbunden. Für den Innenausbau und einen Großteil der Außenwände wird Holz verwendet. Auch wird das Gebäude künftig mit Holzpellets beheizt werden. „Durch diese fast CO2-neutrale Wärmeversorgung wird der bisherige CO2-Ausstoß im Jahr um rund 50 Tonnen reduziert. Dies entspricht einer jährlichen Heizölmenge von 25.000 Litern,“ so Dr. Scheffold.
„Nur wer den Wald frühzeitig kennen und schätzen lernt, wird sich auch für einen verantwortungsvollen Umgang einsetzen“, betonte Gurr-Hirsch. Das Konzept der Waldschulheime baue darauf auf, Kinder und Jugendliche mit allen Sinnen anzusprechen. Der Wald sei ein idealer Ort, um ein Verständnis für Nachhaltigkeit zu entwickeln. Zudem würden auch soziale Werte vorgelebt. „Das Angebot des Waldschulheims hat sich in den fast 40 Jahren seines Bestehens kontinuierlich erweitert. Dank dieser Angebote besuchen jedes Jahr rund 1.000 Schüler die Burg Hornberg“, erläuterte die Staatssekretärin.
Der Neubau für das Waldschulheim wird die Einrichtung noch stärker aufwerten. Daran wirken neben dem Land auch zwei Landesbetriebe unterstützend mit. ForstBW begleitet und fördert die Entwicklung der Waldpädagogik bereits seit einigen Jahren. Vermögen und Bau BW setzt die Baumaßnahmen in professioneller Weise um.
Quelle:
Finanzministerium Baden-Württemberg