Energieeffizienz

Land baut erstes Passivhaus

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„Das Land baut für die Hochschule Offenburg für 8,9 Millionen Euro den ersten Neubau in Passivhausbauweise. Energieeffiziente Neubauten bilden die Voraussetzung für einen sparsamen Gebäudebetrieb und sind ein aktiver Beitrag für den Umweltschutz. Ziel ist es, die CO2-Emissionen landeseigener Gebäude bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren“, sagte der Minister für Finanzen und Wirtschaft, Dr. Nils Schmid, am Dienstag anlässlich der Baufreigabe.

Pilotprojekte wie der Neubau in Offenburg werden genutzt, um Erfahrungen bei der Umsetzung höchster Energiestandards zu sammeln. Erste Passivhausprojekte im Bereich Sanierung im landeseigenen Gebäudebestand gibt es bereits beispielsweise an der Universität Freiburg und Karlsruhe. „Die Pilotprojekte sind erst der Anfang. Es sollen weitere Projekte folgen,“ so Dr. Schmid.

Der geplante fünfgeschossige Bau in Offenburg umfasst eine Nutzfläche von insgesamt rund 2.500 m². Der kompakte Neubau zeichnet sich durch eine sehr hohe Energieeffizienz aus. Erreicht wird dies durch eine hohe Luftdichtigkeit der Gebäudehülle, eine sehr gute Wärmedämmung und eine Dreifach-Wärmeschutzverglasung. Die Lüftungsanlagen werden mit energieeffizienten Wärmerückgewinnungssystemen ausgestattet. Der verbleibende Wärmebedarf wird mit einem Blockheizkraftwerk in der Heizzentrale der Hochschule gedeckt. Die Kälteerzeugung erfolgt nahezu CO2-frei über eine Brunnenanlage. Die Fertigstellung ist im Frühjahr 2014 geplant.

Bereits im letzten Jahr wurde für alle Baumaßnahmen des Landes ein Energiestandard eingeführt, der die gesetzlichen Forderungen der Energieeinsparverordnung um 30 Prozent unterschreitet. Auch bei Sanierungsmaßnahmen sind energetische Optimierungen fester Bestandteil. Im Jahr 2011 wurden über 130 energetische Sanierungsmaßnahmen an landeseigenen Gebäuden mit einem Umfang von rund 60 Millionen Euro umgesetzt. Dadurch werden nun jährlich rund 25 Millionen Kilowattstunden Wärme und 4 Millionen Kilowattstunden Strom eingespart. Gleichzeitig werden damit rund 7.500 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr vermieden. Dies entspricht etwa einer Vermeidung von jährlich 2,5 Millionen Litern Heizöl. „Diese Maßnahmen reduzieren die Energiekosten um über 3 Millionen Euro pro Jahr und tragen dadurch zur Haushaltsentlastung bei,“ erklärte der Minister abschließend.

Quelle:

Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg

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