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Nächster Schritt im Masterplanverfahren Neuenheimer Feld

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Das Masterplanverfahren Im Neuenheimer Feld/Neckarbogen nimmt weiter Fahrt auf. Die ersten Verfahrensgrundlagen sind gelegt, nun kann die Öffentlichkeitsbeteiligung starten: Die Projektträger von Stadt, Universität und Land haben das weitere Vorgehen der Öffentlichkeit vorgestellt.

Gemeinsam erläuterten Dr. Gisela Splett, Staatssekretärin im Ministerium für Finanzen Baden-Württemberg, Prof. Dr. Bernhard Eitel, Rektor der Universität Heidelberg, Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner, der Ko-Vorsitzende des Koordinationsbeirates Albertus L. Bujard sowie die Projektmanagerin im Masterplanverfahren Christiane Marks von Imorde Projekt- & Kulturberatung GmbH die jetzt anstehende erste Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung.

Wie vom Koordinationsbeirat empfohlen, sollen für den Einstieg in die Öffentlichkeitsbeteiligung drei Bausteine umgesetzt werden: eine öffentliche Auftaktveranstaltung, das Forum Masterplan sowie eine für alle offene Online-Beteiligung. Die Auftaktveranstaltung findet am Mittwoch, 11. April 2018, in der Sporthalle Im Neuenheimer Feld INF 700 statt. Los geht‘s um 16.30 Uhr mit einem Info-Markt, bei dem sich alle Einrichtungen, Institutionen und Gruppen, die Mitglieder des Forums sind, mit ihren Gedanken zur Zukunft des Masterplanareals selbst vorstellen können.

Die Veranstaltung selbst startet um 18.30 Uhr. Dabei werden der Prozess und die Themenbereiche des Masterplanverfahrens erläutert. Als Gastredner konnte der Präsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt und Energie Professor Dr. Uwe Schneidewind gewonnen werden. Der Impulsvortrag des Professors für „Innovationsmanagement und Nachhaltigkeit“ am Fachbereich Wirtschaftswissenschaft der Universität Wuppertal soll über Heidelberg hinaus den Blick für die Zukunft weiten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben die Gelegenheit, Fragen zu Prozess und Themenfeldern zu klären und erste Anregungen für die Aufgabenstellung an die künftigen Entwurfs-Teams zu geben.

Die drei Projektpartner im Masterplanverfahren Im Neuenheimer Feld/Neckarbogen – Stadt Heidelberg, Universität Heidelberg und das Land Baden-Württemberg – haben im vergangenen Oktober eine Rahmenvereinbarung unterzeichnet. Das war der Startschuss für den Masterplanprozess. Im Neuenheimer Feld sind weltweit renommierte Wissenschaftsinstitutionen angesiedelt, insbesondere die Natur- und die Lebenswissenschaften der Universität Heidelberg, das Universitätsklinikum Heidelberg und das Deutsche Krebsforschungszentrum. Gleichzeitig sind hier auch Unternehmen und Einrichtungen wie der Zoo, die Jugendherberge und Sportanlagen beheimatet. Rund 15.000 Beschäftigte sind im Neuenheimer Feld tätig, hinzu kommen rund 4.000 Einwohnerinnen und Einwohner und rund 18.000 Studierende. Vor allem die Wissenschaftseinrichtungen benötigen Entwicklungsperspektiven. Diese sollen mit dem Umfeld abgestimmt und im Rahmen des Masterplanprozesses erarbeitet werden. Wichtig ist, dass bei der Erarbeitung des Masterplans alle Betroffenen eingebunden sind. Zur Steuerung des entsprechenden Beteiligungsverfahrens wurde ein Koordinationsbeirat eingerichtet.

Statements der Projektpartner

Dr. Gisela Splett, Staatssekretärin im Ministerium für Finanzen Baden-Württemberg: „Die Entwicklung des Wissenschaftsstandorts im Neuenheimer Feld in Heidelberg stößt derzeit an Grenzen. Um die wichtigen Landeseinrichtungen an diesem Standort auch zukünftig angemessen weiter zu entwickeln, brauchen wir neue Planungssicherheit. Dazu zählt neben den baurechtlichen Voraussetzungen auch, dass die Planungen bei den Bürgerinnen und Bürgern auf Akzeptanz stoßen. Bei der gemeinsamen Erarbeitung des Masterplans ist mir die Bürgerbeteiligung deshalb sehr wichtig.“

Prof. Dr. Eckart Würzner, Oberbürgermeister der Stadt Heidelberg: „Wir haben mit dem Neuenheimer Feld einen herausragenden Wissenschaftscampus in Heidelberg. Er ist von zentraler Bedeutung für die gesamte Stadt. Die Wissenschaft stößt dort jedoch an Entwicklungsgrenzen. Deshalb müssen wir neue Entwicklungsperspektiven für die Wissenschaft erarbeiten. Wir brauchen diesen Motor für unsere Stadtentwicklung. Wir stoßen auch bei der Erschließung an Grenzen. Die Erreichbarkeit ist absolut unzureichend. Auch hier müssen wir gemeinsam Lösungen erarbeiten. Wir binden dabei selbstverständlich die Öffentlichkeit intensiv ein. Natürlich gibt es Nutzungskonflikte. Dem werden wir uns stellen. Ich bin der Überzeugung, dass wir zu einer guten Lösung kommen werden.“

Prof. Dr. Bernhard Eitel, Rektor der Universität Heidelberg: „Stadt und Universität verbindet ein symbiotisches Verhältnis. Gemeinsam mit der Stadtgesellschaft wollen wir Zukunft für den Campus Im Neuenheimer Feld, einen der herausragenden Wissenschaftsplätze in Europa, gestalten. Wir wollen einen großen Wurf für Heidelberg und seine Wissenschaftseinrichtungen, der Perspektiven für die kommenden Jahrzehnte eröffnet.“

Albertus L. Bujard, Ko-Vorsitzender des Koordinationsbeirates „Masterplanverfahren Im Neuenheimer Feld/Neckarbogen“: „Wir wollen die vielen betroffenen Menschen und Institutionen in und um das Neuenheimer Feld motivieren, sich aktiv in den Beteiligungsprozess einzubringen. Hier soll jeder gehört werden und zuhören; hier soll jeder eine Stimme haben und jedem soll eine Stimme gegeben werden. Die Komplexität der Aufgabe und ein Planungshorizont von dreißig bis fünfzig Jahren erfordern es, Probleme und Lösungen von der Zukunft her zu denken. Dazu müssen sich alle Seiten frei machen von Vor-Einstellungen oder gar Vor-Urteilen. Unvereinbar erscheinende Perspektiven lassen sich nur mit Zukunftsbildern zusammendenken. Um hierfür den Boden zu bereiten, schlägt der Koordinationsbeirat vor, mit einer Serie von hochkarätigen Impulsvorträgen die Köpfe von althergebrachtem Denken und Entscheidungsgewohnheiten ‚freizublasen‘.“

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