Förderung

Rund 4,42 Millionen Euro Grundförderung für das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung

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Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW) in Stuttgart und Ulm erhält im Jahr 2016 vom Land eine Grundförderung in Höhe von 4,42 Millionen Euro. In dieser Grundfinanzierung ist eine sogenannte KMU-Prämie in Höhe von rund 157.190 Euro für das Einwerben von Forschungsaufträgen kleiner und mittlerer Unternehmen enthalten. Das ZSW ist eines von 13 Instituten der angewandten Forschung der Innovationsallianz Baden-Württemberg.

Ministerialdirektor Rolf Schumacher vom Ministerium für Finanzen und Wirtschaft überreichte den Bescheid über die Förderung am 23. März 2016. „Gerade in sich entwickelnden Märkten wie dem Markt für erneuerbare Energien und Brennstoffzellen sind die Unternehmen oft nicht in der Lage, den enormen Forschungs- und Entwicklungsaufwand allein zu leisten“, sagte er. „Mit seinem Forschungs- und Dienstleistungsangebot ist das ZSW deshalb ein unverzichtbarer Partner für die Industrie. Das ZSW betreibt angewandte Forschung auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien und der rationellen Energieverwendung mit dem Ziel, zukunftsfähige Energietechnologien für die breite Nutzung anwendbar und bezahlbar zu machen.“

Ein Schwerpunkt der Forschungstätigkeit des ZSW in Stuttgart liegt in der Entwicklung großflächiger Dünnschichtsolarmodule aus Kupfer-Indium-Diselenid (CIS). In diesem Bereich hält das ZSW seit dem Jahr 2014 den Wirkungsgrad-Weltrekord. Am Standort Stuttgart wurde auch das sogenannte Power-to-Gas-Verfahren entwickelt - das Ziel: erneuerbare Energie in Form chemischer Energieträger zu speichern. Die vielversprechende Technologie ermöglicht es, stark fluktuierende erneuerbare Energien etwa aus Windkraft in Methan-Gas umzuwandeln und das Erdgasnetz zur Speicherung zu benutzen.

In Ulm konzentriert sich das ZSW auf die Entwicklung, Erprobung und Herstellung von Brennstoffzellen und arbeitet an der Entwicklung neuer Energiespei-chersysteme. Angesichts steigender Treibstoffpreise ist das Themenfeld für die Automobilindustrie von besonderem Interesse. Mit dem Batterieforschungszentrum eLab und der Forschungsproduktionslinie FPL weist das ZSW in Ulm ein deutschlandweit einzigartiges Forschungsspektrum auf, das von der Materialforschung über Batterietests bis hin zur Erforschung seriennaher Produktionsprozesse für Lithium-Ionen-Batterien reicht.

Um die Aufgabe des schnellen und effektiven Technologietransfers langfristig erfüllen zu können, müssen wirtschaftsnahe Forschungsinstitute wie das ZSW Vorlauf- und Eigenforschung betreiben. Dadurch verschaffen sie sich neues transferierbares Know-How. Die Finanzierung der stark risikobehafteten Vorlaufforschung muss in erster Linie über öffentliche Forschungsgelder erfolgen – vor allem über die jährlich gewährte institutionelle Förderung des Landes.

Ministerialdirektor Schumacher sagte: „Die wirtschaftsnahe Forschung außerhalb der Universitäten trägt erheblich zur Stärkung der Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen im Land bei. Die Sicherstellung der Leistungsfähigkeit dieser Forschungseinrichtungen ist wesentliche Voraussetzung für einen erfolgreichen Technologietransfer in Baden-Württemberg.“

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