Universitätsklinikum

Spatenstich für Neubau der Pathologie Heidelberg

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„Für fast 17 Millionen Euro erhält das Universitätsklinikum Heidelberg nun einen Neubau für das Pathologische Institut. Die Mittel stammen zu 75 Prozent aus dem Zukunftsinvestitionsprogramm und zu 25 Prozent aus dem Landesinfrastrukturprogramm. Diese Gelder sind gut angelegt. Denn das Universitätsklinikum und die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg gehören zu den führenden Einrichtungen der Medizinforschung und Studierendenausbildung in Deutschland. In Heidelberg investieren wir damit gezielt in wesentliche Zukunftsbereiche. Zudem führt die Umsetzung der Konjunkturpakete zu positiven Impulsen für unsere Wirtschaft und den Arbeitsmarkt im Land. Dadurch treten wir nicht nur der Wirtschaftskrise entschieden entgegen, sondern werden aus dieser vielmehr gestärkt hervorgehen," sagte Finanzminister Willi Stächele am Montag (28. Juni 2010) anlässlich des Spatenstichs für den Neubau für das Pathologische Institut in Heidelberg.

Ministerialdirektor Klaus Tappeser, der Amtschef im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst und Vorsitzender des Klinikum-Aufsichtsrates sagte: „Ich freue mich, dass das Heidelberger Institut als größte universitäre Pathologie Deutschlands bald in Laborräumen, die dem neuesten Stand der Technik entsprechen, untergebracht wird. Davon profitieren nicht nur die Patienten im Universitätsklinikum, denn das Institut versorgt auch 20 weitere Krankenhäuser und niedergelassene Ärzte. In der Forschung ist das Institut der national führende Standort bei der Gewebe-Diagnostik. Hier ist die Gewebebank des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg angesiedelt, wo Proben in hoher Qualität für die Tumorforschung analysiert werden. Auch der DFG-Sonderforschungsbereich Leberkrebsforschung wird hier koordiniert. Insgesamt wirbt das Institut rund 5 Millionen Euro Drittmittel jährlich ein."

Das Pathologische Institut bestehe aus den Abteilungen Allgemeine Pathologie, Neuropathologie und Angewandte Tumorbiologie. Eine wichtige Aufgabe des Instituts sei die Untersuchung von Gewebeproben insbesondere bei Krebstherapien und Operationen. Die Pathologie sei der größte Außendienstleister des Klinikums und bedeutsam für die regionale Krankenversorgung. Zudem nehme das Pathologische Institut in erheblichem Umfang an der Lehrtätigkeit im Rahmen des Human- und Zahnmedizinstudiums der Universität teil. Zahlreiche Forschungsprojekte rundeten das Aufgabenspektrum ab. „Die Förderungen von universitärer Forschung und Lehre sind wichtige Ziele der Landesregierung. Daher haben wir bereits in den letzten 10 Jahren über 500 Millionen Euro in Universität und Universitätsklinikum Heidelberg investiert" so Stächele.

Das neue 7-geschossige Gebäude werde im Neuenheimer Feld errichtet. Auf rund 3.400 m² würden Labor- und Institutsflächen für die Pathologie entstehen. Die nach dem Umzug frei werdenden Räume im Hauptgebäude sollen künftig durch das Institut für Rechtsmedizin belegt werden. Dadurch könnten die bisher von diesem Institut genutzten Flächen im Altklinikum Bergheim aufgegeben werden und Synergien bei der Zusammenarbeit der beiden Institute genutzt werden. „In dem neuen Gebäude wird eine moderne Laborstruktur mit effizienten Betriebsabläufen entstehen," erklärte der Finanzminister.

Daneben hätten im Neuenheimer Feld die Bauarbeiten für das Verfügungsgebäude für exzellente Forschung der Universität Heidelberg begonnen. Auch dieses Bauprojekt für rund 11 Millionen Euro werde mit Mitteln aus dem Zukunftsinvestitionsprogramm finanziert. Auf rund 2.700 m² würden hier Laborflächen für die biomedizinische Grundlagenforschung geschaffen. „Insgesamt werden aus Mitteln der Konjunkturprogramme in Heidelberg Baumaßnahmen für fast 50 Millionen Euro umgesetzt," sagte Stächele abschließend.

Quelle:

Finanzministerium Baden-Württemberg

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