„Mit der Veranstaltung heute wollen wir den Wettbewerb Formula Student - diese tolle Form studentischer Eigeninitiative mit ihren beeindruckenden Resultaten - bekannter machen“, erklärte Richard Drautz, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, heute anlässlich der Veranstaltung „Formula Student“ im Haus der Wirtschaft in Stuttgart. Das Wirtschaftsministerium und das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst hatten die acht baden-württembergischen Teams, die im vergangenen Jahr am Wettbewerb teilgenommen haben, sowie die Hochschulleitungen, die betreuenden Professoren, Automobilzulieferer und Sponsoren zu der Veranstaltung eingeladen.
Der Wettbewerb Formula Student Germany findet im August 2008 zum dritten Mal statt. Dabei bauen Studentinnen und Studenten in Teamarbeit einen einsitzigen Formelrennwagen und treten damit gegen Teams aus der ganzen Welt an. Es gewinnt nicht das schnellste Auto, sondern das Team mit dem besten Gesamtpaket aus Konstruktion und Rennperformance, Finanzplanung und Verkaufsargumenten. Der Rennwagen muss sehr gute Fahreigenschaften aufweisen, soll kostengünstig produziert sowie zuverlässig und einfach zu betreiben sein. Zusätzlich wird sein Marktwert durch andere Faktoren wie Ästhetik, Komfort und den Einsatz üblicher Serienteile gesteigert.
Der Staatssekretär im Wissenschaftsministerium, Dr. Dietrich Birk, sagte: „Formula Student leistet einen wichtigen Beitrag dazu, junge Menschen zur Aufnahme eines Studiums in den Ingenieurwissenschaften zu motivieren.“
„Das, was die einzelnen Teilnehmer aus der Formula Student mitnehmen, trägt zu ihrer Persönlichkeitsbildung bei und ist auf dem Arbeitsmarkt von unschätzbarem Wert“, so Richard Drautz. Die Aufgaben innerhalb des Rennteams sind aufgeteilt wie bei einem erfolgreichen Unternehmen. Die Studierenden der technischen Fächer kümmern sich um Motoren, Abgaswerte und Kühlungssysteme, die angehenden Wirtschaftswissenschaftler um Organisation und Marketing und meistens arbeitet ein Design-Student an der Optik des Gefährts. Die Studentinnen und Studenten lernen, im Team zu arbeiten und erfahren, dass ein marktfähiges Produkt aus mehr als nur einer zündenden Idee besteht, sondern dass es auch um Projektplanung, Entwicklung, Konstruktion, Kostenpläne und Verkaufspräsentation geht.
Laut dem aktuellen Bericht zur technologischen Leistungsfähigkeit Deutschlands werden in den nächsten Jahren jeweils etwa 7.000 Ingenieure zusätzlich benötigt. Das Wirtschaftsministerium hat deshalb eine Initiative zur nachhaltigen Sicherung des Fachkräfteangebots für die baden-württembergische Wirtschaft gestartet. Beide Staatssekretäre betonten, dass sich die Landespolitik eingehend damit beschäftige, wie mehr junge Menschen für technische Ausbildungsberufe und Studiengänge begeistert werden können. Die Formula Student sei ein gutes Beispiel dafür. „Der Wettbewerb zeigt, dass ein techniklastiges und teilweise recht theoretisches Fach viel Spaß machen kann. Er leistet so auch einen Beitrag dazu, dem Ingenieurmangel entgegenzuwirken“, so Richard Drautz und Dr. Dietrich Birk.
Quelle:
Wirtschaftsministerium