Stratthaus führt Oberfinanzpräsidentin Heck in neues Amt ein

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„Die Verwaltung hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Das immer komplexer werdende, sich rasant ändernde Steuerrecht muss mit immer weniger Personal bearbeitet werden. Dieses Ziel können wir nur mit hervorragend qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, optimaler technischer Ausstattung und effizienten Strukturen erreichen.“ Dies sagte Finanzminister Gerhard Stratthaus bei der Amtseinführung der Oberfinanzpräsidentin Andrea Heck am Donnerstag (5. Oktober 2006) in Karlsruhe. Zu vielen Reformmaßnahmen wie beispielsweise die Zusammenlegung der Oberfinanzdirektionen, die Reduzierung der Zahl der Finanzämter, aber auch die Organisationsveränderungen bei der Bauverwaltung wären ohne die große Unterstützung der Mitarbeiter nicht möglich gewesen. „Die Finanzverwaltung ist im wahrsten Sinne des Wortes ein gut funktionierender Betrieb geworden, die Ämter straff organisierte Profit-Center.“

Die Erneuerung der Verwaltung sei aber eine Daueraufgabe, so Stratthaus weiter. Was der frühere Oberfinanzpräsident Dr. Manfred Walz verdienstvoll und mit großer Sachkompetenz begonnen habe, werde seine Nachfolgerin fortführen. „Andrea Heck steht für Modernisierung“, betonte der Finanzminister. Aufgrund ihrer bisherigen Tätigkeiten bringe sie alle Erfahrungen und Kenntnisse mit, um ein zeitgemäßes Organisations- und Qualitätsmanagement konsequent und sehr erfolgreich weiterzuentwickeln. Mit Projekten wie die Einführung betriebswirtschaftlicher Steuerungsinstrumente, dezentrale Budgetierung und Neustrukturierung der Steuerverwaltung sei sie auch schon im Finanzministerium federführend betraut gewesen.

„Neben effizienten Strukturen darf aber der Service am Kunden nicht zu kurz kommen“, unterstrich Stratthaus. Die Verwaltung habe in diesem Bereich schon viel getan: Die Einführung von Kundentheken zum Beispiel sei ein voller Erfolg gewesen. Die Technisierung der Steuerverwaltung habe dazu geführt, dass die Fallbearbeitung schneller und genauer erfolgen könne. Überregionale Umfragen von renommierten Wirtschaftsmagazinen bestätigten der baden-württembergischen Steuerverwaltung eindrücklich hohe Qualität und Bürgerfreundlichkeit. „Auch der gute Kontakt zur Steuerberaterschaft und anderen Institutionen ist ein wichtiger Standortvorteil in Baden-Württemberg“, so der Finanzminister. Stratthaus zeigte sich überzeugt, dass die neue Oberfinanzpräsidentin eine gute Zusammenarbeit mit allen Kunden der Oberfinanzdirektion suchen werde.

Oberfinanzpräsidentin Heck ist zuständig für die größte Mittelbehörde der Finanzverwaltung in Deutschland. Sie übernimmt die Dienst- und Fachaufsicht über die nachgeordneten 65 Finanzämter, 6 Hochbauämter sowie 6 Hauptzollämter des Bundes. Insgesamt unterstehen der Oberfinanzdirektion Karlsruhe damit zirka 21 000 Beschäftigte. Finanzminister Stratthaus wünschte Andrea Heck für ihre neue Aufgabe als erste Oberfinanzpräsidentin in Baden-Württemberg eine glückliche Hand und weiterhin viel Mut und Energie für alle ihre Vorhaben.

***

Oberfinanzpräsidentin Andrea Heck:

Andrea Heck wurde 1955 in Karlsruhe geboren. Nach dem Zweiten juristischen Staatsexamen 1984 begann sie ihre Verwaltungslaufbahn als Regierungsassessorin bei der Oberfinanzdirektion Karlsruhe. Danach folgten Stationen bei den Finanzämtern Rastatt, Calw und Baden-Baden, wo sie jeweils die Position der ständigen Vertreterin des Vorstehers innehatte. 1991 nahm sie am 6. Lehrgang der Führungsakademie Baden-Württemberg teil. Ab 1993 war sie als Referentin in der Haushaltsabteilung des Finanzministeriums tätig. Die Leitung des Generalreferats der Haushaltsabteilung übernahm sie 1998. Ab 2003 führte sie die Zentralstelle, das Büro von Finanzminister Stratthaus. 2006 erfolgte ihre Bestellung zur Leiterin der Personalabteilung des Finanzministeriums. Am 5. Oktober 2006 wurde sie zur Chefin der Oberfinanzdirektion Karlsruhe ernannt.

Quelle:

Finanzministerium

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