Handwerk

Wirtschaftsministerium unterstützt die Modernisierung der Akademie des Deutschen Bäckerhandwerks in Weinheim

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Um das Hauptgebäude der Akademie des Deutschen Bäckerhandwerks in der Gorxheimer Talstraße in Weinheim, das bekannte "Waldschlösschen", für verbesserte Schulungsbedingungen herzurichten, hat das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg dem Trägerverein der Bildungsstätte aus Mitteln der Zukunftsoffensive III einen Zuschuss in Höhe von 1.008.300 Euro bewilligt. Der Amtschef des Ministeriums, Ministerialdirektor Dr. Hans Freudenberg, besuchte heute das bundesweit bekannte und renommierte Bildungszentrum und überreichte dabei Dr. Eberhard Gröbel, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks und Bernd Kütscher, Direktor der Akademie, den Bewilligungsbescheid. Freudenberg: "Das Wirt-schaftsministerium hat großes Interesse daran, in den überbetrieblichen Berufsbildungsstätten einen Beitrag zur Schaffung moderner Schulungsbedingungen zu leisten." Im Kaufverhalten der Bäckereikunden hätten in den letzten Jahren Änderungen stattgefunden, auf die sowohl die Bäcker selbst als auch die Verkäufer im Bäckerhandwerk eingestellt werden müssten. Heute werde ein Bäckerladen nicht mehr nur morgens aufgesucht, um frische Brötchen zu holen. Immer mehr Kunden erwarteten von ihren Bäckern Angebote, die über die traditionellen Produkte einer Bäckerei hinausgingen und ganztägige Frische der Waren. Deswegen müssten zum Beispiel Themen wie Snackherstellung, Frontbaking oder Holzofenbrot-Backen zukünftig verstärkt geschult werden. "Das Wirtschaftsministerium unterstützt die Anstrengungen des Trägervereines der Bäckerfachschule, durch die bauliche Modernisierung und durch die Modernisierung der Ausstattung der Seminarräume moderne und adäquate Schulungsbedingungen zu schaffen."

Im Zuge der Umbaumaßnahmen wird auf der Straßenseite des Gebäudes im Erdgeschoss ein großer Raum geschaffen, in dem die verschiedenen Tätigkeiten im Zusammenhang mit der "Snackherstellung" geübt werden können. Im selben Raum werden Backöfen installiert, um das "Frontbaking", das Backen vor den Augen der Kunden, zu demonstrieren und Hinweise zur Gestaltung eines solchen Raumes geben zu können. Für Veranstaltungen mit einer größeren Anzahl von Personen wird ein neuer, großer Vortragssaal geschaffen. Aus dem Erdgeschoß wird der bisherige EDV-Raum ins Obergeschoss verlagert und dort für eine größere Zahl von Teilnehmern entsprechend hergerichtet. In dem Hof der Anlage, in der Nähe des Technologiezentrums, wird ein Backhaus errichtet, in dem das Holzofenbacken ermöglicht wird. Des Weiteren soll der Empfangsbereich verlegt und modern gestaltet werden. Die alte Holztreppe in die oberen Stockwerke wird durch eine Betontreppe ersetzt. Da das Gebäude durch die Umbau-maßnahmen seinen Bestandsschutz in energetischer Hinsicht verliert, müssen auch eine Reihe von Wärmedämmungsmaßnahmen durchgeführt werden. Die Bewilligungsbehörden machen dabei die Auflage, den architektonischen Charakter und das Aussehen des "Waldschlösschens" nicht zu verändern. Die bisherige "Restaurantfunktion" des Gebäudes wird zukünftig entfallen.

Die Gesamtkosten der Modernisierungsmaßnahmen betragen 3.892.300 Euro,wovon das Wirtschaftsministerium 3.361.000 Euro als förderfähig erklärt hat. Von diesem Betrag entfallen 3.128.800 Euro auf die eigentlichen Baumaßnahmen und 232.200 Euro sind für die Modernisierung der Ausstattung notwendig. Neben dem Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg, das 30 Prozent der förderfähigen Ausgaben trägt, beteiligt sich noch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) mit einem Zuschuss 1.751.535 Euro (45 Prozent der Gesamtkosten) an dem Vorhaben. Der Zuschuss des Landes sichert die Gesamtfinanzierung des Vorhabens und erlaubt dem Trägerverein "Akademie des Deutschen Bäckerhandwerks Weinheim e.V.", das Vorhaben zügig umzusetzen. Der Trägerverein selbst bringt Eigenmittel in Höhe von 1.132.465,00 Euro, auf.

Die Akademie des Deutschen Bäckerhandwerks in Weinheim gehört zu dem Netz von circa einhundert überbetrieblichen Berufsbildungsstätten aus Baden-Württemberg, die von den Wirtschaftsorganisationen und Selbsthilfeeinrichtungen der Wirtschaft getragen werden. Die ständige Modernisierung und Anpassung dieser Bildungsstätten an die neuesten technischen Entwicklungen, ihre Weiterentwicklung zu Kompetenzzentren ist ein wichtiges Anliegen der Wirtschaftspolitik des Landes. "Die zurückgehenden Lehrlingszahlen und der daraus resultierende zukünftige Fachkräftemangel infolge des demografischen Wandels können nur durch eine verstärkte Weiterbildung, durch den Einbezug weiterer Gesellschaftsgruppen in die Berufsbildung, kompensiert werden. Den Bildungs- und Technologiezentren der Kammern, Verbänden und Innungen kommt auf dem Gebiet eine wichtige Rolle zu", sagte Freudenberg abschließend.

Quelle:

Wirtschaftsministerium

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