Wirtschaftsreise

Wirtschaftsstaatssekretär Drautz wirbt in den USA für Baden-Württembergs Wirtschaft

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Ökologisches Renovieren und Bauen gewinnt in den USA stark an Bedeutung.  Baden-Württembergs Wirtschaftsstaatssekretär Richard Drautz möchte diese Entwicklung für Baden-Württemberg nutzen. „Der Boom für ökologisches Bauen in den USA bietet Chancen für Baden-Württembergs Wirtschaft“, betonte Drautz heute in Stuttgart im Vorfeld einer viertägigen USA-Reise, die ihn ab Sonntag zunächst nach Oklahoma und anschließend nach Chicago zur mittlerweile weltweit größten Messe für ökologisches Bauen führt, der „Greenbuild“, auf der Baden-Württemberg wie in den Vorjahren mit einem eigenen Stand vertreten ist.

Der wachsende Markt für ökologisches Bauen und Energiespartechnik bei Gebäuden hat nach Angaben von Drautz durch die Konjunkturprogramme der Obama-Regierung deutlich an Fahrt gewonnen. Beispielsweise sind allein 31 Milliarden US-Dollar für die Modernisierung öffentlicher Infrastruktur mit dem Hauptaugenmerk auf Energieeffizienz geplant. Weitere 58 Milliarden Dollar werden für Investitionen auf dem Energiesektor bereitgestellt, Projekte sind hier der Ausbau intelligenter Stromnetze, Steuererleichterungen für erneuerbare Energien oder die Modernisierung des Wohnraums.

Im Blickfeld stehen sowohl öffentliche Gebäude als auch Gewerbe- und Industriebauten sowie sozialer und privater Wohnungsbau. Neben Neubau spielt auch die Renovierung eine große Rolle. Investiert wird in die Bereiche Fenster und Türen, Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik und Dämmung.  Drautz: „Damit entstehen Geschäftschancen für Firmen, die zukunftsorientierte und energiesparende Technologien, innovative Lösungen aus Forschung und Entwicklung, ökologische Baumaterialien sowie umweltfreundliche Services und Dienstleistungen anbieten.“

Vor dem Besuch der Greenbuild vertritt Drautz das Land auf dem Creativity World Forum (CWF) in Oklahoma. Auf diesem jährlichen Zusammentreffen der Districts of Creativity, einem weltweiten Netzwerk innovativer Regionen, dem auch Baden-Württemberg seit 2004 angehört, nutzt das Land die Chance, sich einem internationalen Publikum als führende Innovationsregion und Spitzenstandort für Kreativität und Technologie zu präsentieren. Das letzte CWF fand 2009 in Ludwigsburg statt.


Info

GREENBUILD 2010 – Konferenz und Messe/Beteiligung Baden-Württembergs

Die GREENBUILD ist die wichtigste US-Fachmesse für ökologisch nachhaltiges Bauen. Seit der ersten GREENBUILD  im Jahr 2002 hat sie in den USA einen enormen Zuwachs an Aufmerksamkeit und Teilnehmern gewonnen. Mit ca. 1800 Ausstellern und etwa 27.000 Messe- und Konferenzteilnehmern im Jahr 2009 ist sie mittlerweile weltweit die größte Veranstaltung ihrer Art.

Aus diesem Grund hat sich das Land erneut entschlossen, über Baden-Württemberg International (bw-i) mit einem eigenen Stand auf der Greenbuild 2010 in Chicago zu erscheinen. Unter dem Motto "Energy Efficiency made in Baden-Württemberg" informiert der Stand über den Wirtschafts- und Forschungsstandort Baden-Württemberg im Bereich der Energieeffizienz und stellt hierfür zum einen allgemeine Informationen bereit, zum anderen werden ganz konkrete Projekte präsentiert. Hierzu gehört das Wohngebiet "Scharnhauser Park" in Ostfildern. Dieser gilt als ökologische Modellsiedlung und ist – zusammen mit Stadtteilen in Turin und Barcelona – Teil des EU-Forschungsprojekts POLYCITY (Förderdauer 2005–2010), bei dem es insbesondere um die Entwicklung energieeffizienter Gebäude und den Einsatz von regenerativen Energiequellen geht. Der Scharnhauser Park ist konzipiert für ca. 10.000 Einwohner und 2.500 Arbeitsplätze. Die Energieversorgung wird zu 80 Prozent aus Erneuerbaren Energien sichergestellt. Ein weiteres Beispiel ist die "Zukunftsfabrik" der Wasserkraft Volk AG in Gutach. Sie ist die erste vollständig energieautarke und CO2-emissionsfreie Schwer­maschinenfabrik Deutschlands.

 Am Stand werden außerdem zwei Exponate präsentiert:

1) Ein Modell eines energieeffizienten Hauses, an dem die Wärme- und Stromversorgung bspw. über Solarpanelen anschaulich gezeigt werden kann sowie verschiedene Dämmmaterialien vorgestellt werden. Das Modell wird vom Wirtschaftsministerium zur Verfügung gestellt.

2) Das Modell des Hauses "home+" der Hochschule für Technik Stuttgart. Es handelt sich hier um ein Projekt von Studierenden, das unter der Leitung von Herrn Professor Cremers im Juni 2010 beim "Solar Decathlon Europe" in Madrid den dritten Platz belegt hat. Insgesamt hatten es 16 Teams aus aller Welt in die Endrunde geschafft. Der Entwurf des Hauses ist für einen Ein- bis Zweipersonenhaushalt ausgelegt. Ein Schwerpunkt liegt auf der Integration von solaren Energietechnologien. Das Haus zeichnet sich insbesondere durch seine Modularität aus, die u.a. eine Anpassung an verschiedene klimatische Bedingungen möglich macht, wie bspw. Vorwärmung im Winter und passive Kühlung im Sommer. 

Angesichts der wirtschaftlichen Bedeutung des Themas sieht auch das bwi-Jahresprogramm 2011 eine erneute Beteiligung bei der  Greenbuild 2011 in Toronto/Kanada vor.

Creativity World Forum

Baden-Württemberg ist seit 2004 Mitglied des Internationalen Netzwerks Districts of Creativity, das auf Initiative von Flandern gegründet wurde und das sich einmal jährlich in wechselnden Teilnehmerregionen zu einer Hauptveranstaltung trifft, dem „Creativity World Forum“. Derzeit sind in diesem Netzwerk zwölf besonders dynamische und innovative Regionen der Welt zusammengeschlossen: Flandern (Belgien), Baden-Württemberg, Katalonien (Spanien), Lombardei (Italien), Rhone-Alpes und Nord-Pas-de-Calais (Frankreich), Schottland (GB), Karnataka (Indien), Oklahoma (USA), Quebec (Kanada), Shanghai und Qingdao (China). Auf dem CWF in Oklahoma werden zwei weitere Regionen hinzukommen: Rio de Janeiro (Brasilien) und Central Denmark (Dänemark).   

Ziel der Districts of Creativity ist der Aufbau eines globalen Netzwerks ausgewählter innovativer und kreativer Regionen, der Austausch von Erfahrung in den Bereichen Kreativität und Innovation, Unternehmertum und Internationalisierung sowie die Durchführung konkreter Aktivitäten und Projekte für eine internationale wirtschaftliche Zusammenarbeit in den genannten Feldern. Das Forum dient auch dem Internationalen Standortmarketing und der Eröffnung von konkreten Geschäftskontakten. 

Quelle:

Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg

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